Ein Zweig mit mehreren Buchenblättern.
Ellen Hartmann | am

So können Buchenwälder nachhaltig bewirtschaftet werden

In einem Verbundprojekt forschen die Universität Göttingen und die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen (HAWK, Koordination) derzeit mit Satellitenbildern an Buchenwäldern. Ziel sind konkrete Vorschläge, um Wälder nachhaltig bewirtschaften zu können.

Das Team der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stammt dabei aus den Bereichen Geografie, Biologie und Forstwissenschaften. Bei dem Projekt steht der Vergleich von mitteleuropäischen Buchenwäldern und mittelpatagonischen Südbuchenwäldern im Mittelpunkt. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unterstützt das Vorhaben mit 930.000 Euro. 

Satellitenbilder und Drohnenaufnahmen

Das Forschungsteam verwendet für das Monitoring der Wälder und die Vitalitätsbewertung Geländekartierungen, also hochauflösende Satellitenbilder sowie Drohnenaufnahmen. Aus den Ergebnissen sollen dann Erkenntnisse gewonnen werden, wie Laub- und Nadelmischwälder der gemäßigten Zonen nachhaltig bewirtschaftet werden können. Die Forscher beachten hier auch komplizierte Wechselwirkungen zwischen Naturereignissen wie beispielsweise Waldbränden und menschlichen Einflüssen auf die Umwelt. 

Wie kann eine risikominimierte Waldbewirtschaftung erfolgen?

Weiter untersuchen die Wissenschaftler so gut es geht, wie sehr die Schlüsselbaumarten an den Klimawandel angepasst sind und wie sie auf Extremereignisse und Störungen reagieren. Aus diesen Ergebnissen wollen die Experten dann Rückschlüsse darauf ziehen, wie die biologische Vielfalt erhalten oder wiederhergestellt werden kann. Weiter sollen die Erkenntnisse dabei helfen, wie eine risikominimierte Waldbewirtschaftung funktionieren und wie eine ökologische Renaturierung gefördert werden kann. Auch am Forschungsprojekt "Nachhaltige Waldbewirtschaftung temperater Laubwälder –nordhemisphärische Buchen- und südhemisphärische Südbuchenwälder" sind das Centro de Investigación y Extensión Forestal Andino Patagónico (CIEFAP, Argentinien) und die Freie Universität Bozen beteiligt. 

Mit Material von idw
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