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Dieter Scholz, Bezirksförsterei Hils-Vogler-Ost, LWK-Forstamt Südniedersachsen | am

Das taugt Eschenholz im Ofen

Als Brennholz hat die Esche keinen guten Ruf. Warum ist das so? Ist die Zurückhaltung der Holzkunden wirklich angebracht? Förster Dieter Scholz aus dem Forstamt Südniedersachsen geht den Ursachen auf den Grund.

Für die Zurückhaltung oder gar Ablehnung von Esche als Brennholz gibt es vier wesentliche Gründe, die wir auf ihre Richtigkeit überprüfen wollen.

Richtig oder falsch?

1. Lässt sich Holz von der Esche nicht gut spalten?

Diese Behauptung stimmt nur teilweise. Esche gehört zu den langfaserigen Holzarten. Beim Spalten halten die Fasern fester zusammen. Allerdings ist das nur bei angetrocknetem Holz der Fall. Frisches Eschenholz lässt sich dagegen sehr gut spalten. Für die Esche spricht, dass der astige Kronenanteil bei dieser Baumart meist deutlich geringer ist als bei Buche oder Eiche.

2. Besitzt Eschenholz eine minderwertige Qualität?

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Das glauben vor allem Kunden, die bislang nur Buche als Brennholz verwendet haben. Diese Behauptung ist jedoch falsch. Der Heizwert (Brennwert) von Eschenholz liegt bei rund 1.945 (2.100) kWh/Rm und damit auf ähnlich hohem Niveau wie der anderer Harthölzer, wie Buche, Hainbuche oder Eiche. Esche  brennt aber nicht nur gut, sondern es macht auch ein schönes Flammenbild und produziert keinen Funkenflug.

3. Wird wenig Eschenbrennholz angeboten?

In der Vergangenheit traf dies zu. Brennholzanbieter hatten die Esche tatsächlich eher selten im Angebot. Doch der Eschenanteil hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte stark erhöht.

Grund ist eine massive Verjüngung von Eschen in solchen Buchenbeständen, die zu schnell zu licht gestellt wurden und so der Esche einen Wuchsvorsprung verschafften (abschätzig früher auch „Vereschung der Bestände“ genannt). Wegen der nun notwendigen Jungdurchforstungen steht dieses Eschenholz dem Holzmarkt jetzt zur Verfügung und dieses Durchforstungsholz eignet sich vorzüglich für Brennholzzwecke.

4. Ist Eschenholz häufig mit kleinen Käfern besiedelt?

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Angesichts von Käfern im Holz befürchten viele Kunden, sich den Holzwurm ins Haus zu holen, der anschließend womöglich Dielen oder Möbel „auffrisst“. Diese Angst ist jedoch völlig unbegründet.

Der kleine, rund 2,5 bis 3 mm große Eschenbastkäfer, um den es sich hier handelt (es gibt mehrere Arten), gehört zur Familie der Borkenkäfer. Er befällt frisch geschlagene oder aber stehende geschwächte Eschen und legt unter der Rinde ein Gangsystem an, so wie es von den Borkenkäfern an Fichten bekannt ist.

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Der gesamt Lebenszyklus des Käfers ist auf den Bast, also die innere Rinde, beschränkt und weder Käfer noch Larven fressen sich ins Holz oder gar in verbautes Holz hinein. Genauso verhält es sich auch bei den Hauptborkenkäferarten Buchdrucker oder Kupferstecher, die Fichten befallen.

Wenn überhaupt, so ist der Bastkäferbefall ein optisches Problem. Allenfalls könnte das Bohrmehl der Larven und Käfer etwas Staub verursachen. Ist das Brennholz lange genug gelagert und getrocknet, so kann von dort keine neue Käferinvasion mehr ausgehen.

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