Jäger auf dem Feld mit erlegtem Wild.
Maren Diersing-Espenhorst | am

Wegen Dürre: Weniger Wildschweine erlegt

Knapp 28.000 Tonnen Wildfleisch aus heimischen Wäldern haben Jäger im abgelaufenen Jagdjahr 2018/19 auf den Tisch gebracht. Das ist etwa 14 Prozent weniger als in der Vorsaison, wie der Deutsche Jagdverband mitteilt.

Vorallem konnten die Jäger weniger Wildschweine erlegen und mit etwa 14.100 Tonnen deutlich weniger Fleisch vom Schwarzwild anbieten als in der Vorsaison. Der Rückgang liege bei etwa 28 Prozent, 2017/18 wurden mit rund 19.700 Tonnen Wildschweinfleisch aber auch besonders viele Tiere erlegt. «Die Jäger haben dagegen im Herbst 2018 viel weniger Frischlinge in den Wäldern antreffen können als gewöhnlich», sagt ein Sprecher des Jagdverbandes der Deutsches Presse-Agentur (dpa). Es sei davon auszugehen, dass viele der im trockenen Frühjahr 2018 geborenen Tiere die Dürre nicht überlebt hätten. «Die Natur ist kein Supermarkt», sagte der Sprecher.

Wildfleisch ist beliebt

Mit 9.600 Tonnen ein Zehntel mehr als in der Vorsaison war das Angebot an Wildbret vom Reh (2017/18: 8.700 Tonnen). Rothirsch mit rund 2.700 Tonnen und Damwild mit knapp 1300 Tonnen bewegen sich in etwa auf Vorsaisonniveau. Laut Verbandsangaben liegt Wildfleisch bei den Deutschen hoch im Kurs: Laut eigener Erhebung essen 60 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Jahr Wildschwein, Reh, Hirsch und Co.

Bessere Aussichten für 2019/2020

In diesem Jahr hätten sich die Wildschweinbestände wieder erholt, sagte der Sprecher. In der noch laufenden Jagdsaison seien deswegen auch wieder deutlich mehr Wildschweine erlegt und verarbeitet worden.

Mit Material von dpa
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