Weihnachtsbäume stehen in einer Reihe
Kristina Wienand | am

Weihnachtsbäume zum selber schlagen

Rund 27 Millionen Weihnachtsbäume werden pro Jahr in Deutschland verkauft. Immer beliebter wird das Schlagen des eigenen Baums.

Weihnachtsbäume aus regionalem Anbau und zum selber schlagen liegen seit Jahren im Trend. Etwa 30 Prozent der Verbraucher greift nach Angaben von Proplanta auf das Angebot zurück. Durch die Corona-Pandemie wollen noch mehr als sonst den eigenen Tannenbaum fällen.

Doch wo findet man eine Plantage in der Nähe? Um diese Frage zu beantworten, kann man eine Übersichtskarte der Anbieter von Weihnachtsbaumplantagen nutzen.

Diese hat das Agrar-Informationszentrum Proplanta jetzt auf seiner Internetseite online gestellt. Zu finden sind dort Anbieter in ganz Deutschland.

Selbst schlagen ist auch nachhaltig

Regionale Produkte sind gefragt, das gilt auch für Weihnachtsbäume. Während die Hälfte der in Deutschland verkauften Bäume noch vor einigen Jahren importiert wurden, sieht es nun anders aus: Schon 2019 lag der Einfuhranteil nur noch bei gut fünf Prozent.

Mittlerweile wird jeder vierte Weihnachtsbaum direkt beim landwirtschaftlichen Betrieb gekauft, ein Viertel im Straßenhandel und der Rest im Supermarkt sowie in Garten- und Baumärkten.

Bis zu 3.500 Betriebe bauen deutschlandweit Weihnachtsbäume im Haupt- oder Nebenerwerb an. Viele davon sind Familienbetriebe. 

Sattes Grün und dichtes Nadelkleid

Die Rangliste der beliebtesten Weihnachtsbäume führt nach wie vor die Nordmanntanne an, dahinter landet die Blaufichte gefolgt von der Edeltanne. Und auch die Qualität stimmt: "Klimatisch war das in diesem Jahr einfach richtig gut, weil wir eigentlich keine richtige Trockenphase hatten", sagt Bernd Oelkers vom Verband der Weihnachtsbaumerzeuger in Niedersachsen. "Das Nadelkleid ist super, die Farbe ist toll, das ist eine Wonne in diesem Jahr."

09_Schafe_Weihnachtsbaeume_Finn_1017797.jpg

Preise bleiben stabil

Schafen übernehmen zwischen den Tannen die Bodenpflege

Die beliebte Nordmanntanne soll - wie auch in der vergangenen Saison - zwischen 21 und 27 Euro pro Meter kosten. Günstiger sind Blautannen für 12 bis 16 Euro. Für Fichten, die schneller nadeln, müssen Verbraucher 9 bis 12 Euro pro Meter ausgeben.

So haben Sie länger etwas von ihrer Tanne

Mit diesem Tipp bleibt ihr Weihnachtsbaum länger frisch: Sägen Sie vom Stamm eine etwa 4-5 cm dicke Scheibe ab, bevor sie ihn in den Christbaumständer einspannen. Dadurch werden die Leitungsbahnen wieder öffnet. Vom Anspitzen raten die Experten von Proplanta hingegen ab. Der Grund: Der Baum nimmt Wasser über die Rinde auf und das ist im angespitzten Zustand nicht mehr möglich.

Weil ein Weihnachtsbaum pro Meter und Tag bei Zimmertemperatur etwa einen Liter Wasser verdunstet, sollte man ihn täglich etwas gießen.

Produkte entdecken

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Artikel merken und teilen

✓ exklusiv: Video und Audio

✓ Familienzugang

✓ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✓ Artikel merken und teilen
✓ exklusiv: Video und Audio
✓ Familienzugang
✓ 1 Tag früher informiert
 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • Wir haben Züchtern der Rinderrasse Fleckvieh einen Besuch abgestattet
  • Ein Wolfsberater gibt sein Amt auf - warum?
  • Technik: wie finden Sie den richtigen Reifen zu Ihrem Boden?
  • Die Technikbranche steht vor ihrem größten Wandel: alles wird autonom
  • Kunst aus Wespennestern

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen