Joachim Rukwied bei einer Pressekonferenz
Ellen Hartmann | am

GAP-Förderung: Bauernverband legt Vorschlag vor

Am Mittwoch soll bei der Sonder-Agrarministerkonferenz über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) beratschlagt werden. Der Deutsche Bauernverband (DBV) macht jetzt einen Vorschlag.

Der Vorschlag des DBV, um die GAP-Förderung ab 2023 umsetzen zu können, beinhaltet fünf Maßnahmen für die sogenannten Eco Schemes.

Das schlägt der DBV vor:

"Wir wollen eine weitere Umweltorientierung der EU-Agrarförderung mit der notwendigen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirte im EU-Binnenmarkt verbinden", so Joachim Rukwied, Präsident des DBV. "Unsere Vorschläge für die Eco Schemes sind gut umsetzbar und attraktiv für die Landwirte. Ich setze darauf, dass Bund und Länder dies aufgreifen."

Das sind die Schwerpunkte in den Bereichen Biodiversität und Klimaschutz:

  • "Mehr Brache und Landschaftselemente" - auf der gesamten Antragsfläche (über die Konditionalität hinaus). Die Förderung der Brache solle aber auf einen bestimmten Anteil der Ackerfläche begrenzt bleiben.
  • "Mehr Blühstreifen/Blühflächen/Altgrasstreifen" – auf der gesamten Antragsfläche (über die Konditionalität hinaus).
  • "Grünland-Klima-Bonus" – für Betriebe mit hohem Dauergrünlandanteil ab 75 Prozent (Umbruchverzicht); mehrjähriges Ackerfutter und Leguminosen (Umbruchverzicht); Extensivierung von Grünland (Einzelflächen).
  • "Bodenbedeckung und Vielfalt" – Auf Ackerflächen: Zwischenfrüchte; Grasuntersaaten; Leguminosen (klein- und großkörnig); Zwischenzeilenbegrünungen in Sonderkulturen; (ggf. weitere Optionen).
  • "Kleinstrukturen" – Für Antragsflächen, deren Schlaggröße den Landes- bzw. Regionaldurchschnitt unterschreitet.

 

Vorschlag schaffe zusätzlichen Spielraum

In dem von den Landesbauernverbänden abgesegneten Papier heiße es zu den Direktzahlungen, dass keine Kappung/Degression angewendet, sondern ein bescheidener Zuschlag für die ersten Hektare bis zur durchschnittlichen Betriebsgröße gezahlt werden solle. Laut DBV würde ihr Vorschlag einen großen Spielraum für freiwillige Umweltleistungen der Landwirte über beide Säulen der GAP-Förderung schaffen.

Mit Material von DBV
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