Goldene Olga

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Janina Schuster | am

Goldene Olga für Familie Schilling: eine Kuh zieht ein

Familie Schilling aus Butjadingen-Stollholm wird eine besondere Ehre zuteil. Sie konnten sich gegen 8.500 andere Milcherzeuger in Niedersachsen durchsetzen und dürfen nun der Goldenen Olga ein temporäres Zuhause bieten.

Es war viel los auf dem Milchviehbetrieb von Familie Schilling aus Stollholm. Am Freitag (20. April) zog die Goldene Olga auf den Hof. Übergeben wurde sie feierlich durch Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast und dem Vorstand der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN). Die lebensgroße goldene Kuh-Statue die auf den Namen „Olga“ hört wohnt ein Jahr lang auf dem Betrieb, der sich „Bester Milcherzeuger Niedersachsens“ nennen darf. In diesem Falle sind das die Schillings. Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung in Bad Zwischenahn nahm die Familie damals die „Goldene Olga 2021“ und einen Geldpreis in Höhe von 3.500 Euro entgegen. Nun folgte die Statue, die bis Herbst dieses Jahres als zentraler Punkt und Blickfang für diverse Aktionen auf dem Hof fungieren wird. Darunter auch der Tag der Milch am 01. Juni. Ein repräsentatives Hofschild informiert Besucher auch über dieses Jahr hinaus über den Erfolg des Betriebes.

Otte-Kinast lobt Hingabe der Familie

Goldene Olga

„Der Hof der Familie Schilling überzeugt als top-geführter und gut strukturierter Betrieb, auf dem Tierwohl und Futtermanagement mit Hingabe und Professionalität nachgegangen wird. Das Tier steht auf dem Betrieb im Vordergrund“, stellten die Vorsitzenden die Jury-Beurteilung fest. „Es gibt keinen betrieblichen Bereich, der nicht funktioniert“, bringen die Gutachter es abschließend auf den Punkt. Auch Ministerin Barbara Otte-Kinast fand lobende Worte: „Die Goldene Olga 2021 steht genau auf dem richtigen Platz: Familie Schilling zeigt auf ihrem Hof, wie Nachhaltigkeit und Tierwohl Hand in Hand gehen – und sie damit auch betriebswirtschaftlichen Erfolg haben. Ein überzeugendes Beispiel für einen Zukunftsbetrieb in Niedersachsen.“

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Der Betrieb der Schillings

Auf ihrem Hof in Stollhamm bewirtschaftet die Familie einen 94 Hektar großen Grünlandbetrieb. 115 Milchkühe und 60 weitere Tiere werden als weibliche Nachzucht gehalten. Für einen reinen Grünlandbetrieb erbringt die Herde eine sehr gute Milchleistung von etwa 9.670 Kilogramm pro Kuh und Jahr. Der Fettgehalt liegt bei 3,96 Prozent, der Eiweißgehalt bei 3,46 Prozent. Ihre Milch liefert die Familie an die DMK Deutsches Milchkontor eG. Die Schillings blicken dabei auf eine lange Hoftradition zurück. Bereits seit 284 Jahren befindet sich der Hof in Familienbesitz. Dabei wurde er immer weiterentwickelt und wird es noch. „Wir schauen laufend nach Möglichkeiten, den Betrieb und die Abläufe zu optimieren, uns weiterzubilden, um nicht betriebsblind zu werden und auch einmal etwas Neues auszuprobieren. Dabei ist uns das äußere Erscheinungsbild des Betriebes und somit der Arbeitsplatz für die tägliche Arbeit wichtig, um jeden Tag motiviert zu starten. Die gute Motivation überträgt sich dabei auf die Kühe im Stall“, sagt Hans-Gerd Schilling.

Weidetierhaltung als Beitrag zum Tierwohl

Sein Sohn Janko Schilling geht auf die Weidehaltung ihrer Herde ein: „Unser Hof ist umgeben von Grünland und bietet sich daher für diese Haltungsform sehr gut an“, erklärt er. „Dadurch, dass die Kühe frei auf der Weide laufen können, hat dies für uns einen hohen Tierwohl-Aspekt, da die Kühe so ihr natürliches Verhalten ausleben können. Dabei holen sich die Kühe im Sommer den überwiegenden Teil ihres Futters selbst von der Weide, was uns nicht nur Arbeitszeit und Maschineneinsatz erspart, sondern auch Kosten für den sonst nötigen Futterzukauf senkt.“ Insbesondere in der Weidetierhaltung sieht Herbert Heyen vom Vorstand der Landesvereinigung den großen Vorteil des Betriebs: „Bei der Verleihung des Milchlandpreises geht es nicht nur um die messbaren Kriterien wie Milchqualität, Milcherträge und wirtschaftlichen Erfolg. Auch die Leistungen und Fortschritte der Landwirte in den Bereichen Tierwohl, Umweltschutz und beim gesellschaftlichen Engagement werden honoriert und spielen eine ausschlaggebende Rolle für die Platzierung. So können Verbraucher sehen, dass viele Höfe an diesen Stellen deutlich mehr tun, als gesetzliche Auflagen und Produktsiegel verlangen.“

Mit Material von Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V.
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