Feldhamster auf einem Feld

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Janina Schuster | am

Hannover: Feldhamster bekommt eigene Ausstellung

Feldhamster haben es hierzulande nicht mehr leicht. Deshalb werden es auch immer weniger. Eine Ausstellung im Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) macht die Probleme des Nagers sichtbar.

 "Mit der Ausstellung setzen wir ein wichtiges Signal und unterstützen das Rettungsprojekt der Deutschen Wildtier Stiftung für den Feldhamster", sagt Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. "Die Wanderausstellung verdeutlicht sehr anschaulich, mit welchen Problemen Feldhamster in der Landschaft zu kämpfen haben. Das Projekt zeigt aber auch Lösungsansätze auf, wie wir ihn in Zukunft noch stärker unterstützen können." Die Wanderausstellung wurde am 7. Juni eröffnet und ist ein Projekt der Deutschen Wildtier Stiftung.

Lebensgrundlage fehlt immer öfter

Die Ausstellung zeigt Szenen aus dem Lebenszyklus der bedrohten Feldhamster: direkt nach dem Winterschlaf beginnt die Paarungszeit der Nager. Und die gestaltet sich eher anstrengend, haben die Hamsterweibchen zwei bis drei Würfe, die sie bis zum Ende des Sommers aufziehen. Das stellt einen Kraftakt dar, der durch ausreichende Nahrung begleitet werden muss. Normalerweise findet der Hamster diese auf den fruchtbaren Äckern. Sie ernähren sich von verbliebenen Ernteresten. Mit Einzug moderner Landmaschinen werden diese aber immer seltener. Der saubere Acker nimmt dem Feldhamster einen Teil seiner Lebensgrundlage. Doch auch verengte Fruchtfolgen gehören zu den Einflussfaktoren.

Ausstellung ist Naturbildungsarbeit

"Für uns sind Wanderausstellungen ein Modul unserer Naturbildungsarbeit", sagt Dr. Jörg Soehring, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. "Dass wir die Gelegenheit bekommen haben, im Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unsere Ausstellung zu eröffnen, freut uns sehr. Denn hier im Haus fallen wichtige Entscheidungen - auch für das Überleben dieser Art." 

Noch bis zum 26. Juni 2021 kann die Ausstellung wochentags im Ministerium besucht werden.

 

Mit Material von ml niedersachsen
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