Dürre Frankreich

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Christel Grommel | am

Historische Dürre in Frankreich: Krisenstab eingesetzt

In Frankreich ist die Dürre schlimm wie nie. Es gibt Einschränkungen für Bürger, ein Krisenstab wurde eingesetzt.

Frankreich leidet unter extremer Dürre. Ein Winter mit sehr wenig Niederschlag und schon die dritte Hitzewelle führen zu einer Trockenheit historischen Ausmaßes. Es sei „die schlimmste Trockenheit, die in unserem Land jemals verzeichnet wurde“, so Premierministerin Élisabeth Borne. Sie richtete einen Krisenstab ein und rief zum Wassersparen auf. Im Juli regnete es 84 Prozent weniger als üblich, und die Grundwasserstände sind ohnehin schon sehr niedrig. Betroffen sind große Teile des Landes, mit nur wenigen Ausnahmen. In über 60 der 96 Départements wurde die Krisenstufe ausgerufen. In mehr als hundert Kommuen müssen die Menschen mit dem Laster mit Trinkwasser versorgt werden.

Verheerende Schäden für die Landwirtschaft

Für die Landwirtschaft hat das schlimme Folgen. Rissige und staubige Böden, trockene Flüsse und verdorrte Pflanzen. Experten rufen dazu auf, die Landwirtschaft umzustellen und mehr auf anspruchslose Pflanzen zu setzen, die resistenter gegen die Trockenheit sind. Dazu sind schon 47.000 Hektar Wald vernichtet worden.

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Landwirtschaft muss Wasser sparen

Schätzungen zufolge werden in Frankreich jedes Jahr durchschnittlich etwa 33,5 Milliarden m3 Wasser entnommen. Davon stammen 80 % aus Oberflächengewässern. Die Landwirtschaft verbraucht laut einer Homepage der französischen Regierung fast das gesamte Wasser, das sie einzieht. Von drei Milliarden entzogenen m3 werden 2,4 Milliarden m3 verbraucht. Die Auswirkungen sind auch deshalb groß, weil sich diese Entnahme auf die drei Sommermonate konzentriert. In diesem Zeitraum kann die Landwirtschaft bis zu 80 % des verbrauchten Wassers ausmachen.

Nun gibt es je nach lokalem Krisenstatus Beschränkungen, nicht nur für die Landwirtschaft. Für diese reichen die Beschränkungen von einem Bewässerungsverbot von einem Tag in der Woche über mehrere Tage Verbot bis einem vollständigen Bewässerungsverbot. Haushalte können bei Gartenbewässerung, Autowäsche und Befüllung von Schwimmbädern begrenzt werden. Auch die Industrie muss sich an Maßnahmen halten. Der reine Appell zum Wassersparen richtet sich bereits jetzt an jeden Einzelnen.

Mit Material von SZ, gouvernement.fr
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