Ein Traktor hilft bei Starkregen.
Ellen Hartmann | am

Hochwasser 2021: Wenn Landwirte helfen

In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen war gestern (14. Juli) Land unter. Heftiger Regen hat halb Deutschland geflutet, zahlreiche Häuser einstürzen lassen und einige Landkreise mussten sogar den Katastrophenfall ausgerufen. Doch vielerorts waren Helferinnen und Helfer im Einsatz - darunter unsere Landwirte!

Rund 35 Ehrenamtliche Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) aus Göttingen, Northeim und Osterode sind heute Morgen (15. Juli) im Konvoi nach Wuppertal in Nordrhein-Westfalen gefahren, um dort zu helfen, so der NDR. Mit dabei haben die Helfer leistungsstarke Pumpen, mobile Stromerzeuger und mobile Leuchten. Insgesamt machen sich 26 Ortsverbände des THW aus Niedersachsen auf den Weg in die Hochwasser-Gebiete, dazu zählen knapp 260 Einsatzkräfte. So sollen aber auch Radlader und Transportfahrzeuge aus Ronnenberg in der Region Hannover in Altena in der Eifel eingesetzt werden und Straßen und Wege von Schlamm und Bäumen befreien. 

Viele Helferinnen und Helfer im Einsatz

In Hagen im südwestlichen Nordrhein-Westfalen schüttete es in der Nacht so stark, wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen, heißt es vom Wetternetz Hagen. Die Messstation im Fluss Nahmer verzeichnete sogar einen Niederschlag von 211 Litern pro Quadratmeter, so radio hagen. "Die Leute sind verzweifelt", sagte ein Feuerwehrsprecher gegenüber der Tagesschau. 

Das Unwetter sorgte gerade hier für katastrophenähnliche Stunden. In vielen Teilen der Stadt musste die Stromversorgung abgestellt werden, Autos wurden weggespült und Seniorenheime mussten geräumt werden. Hier helfen derzeit zahlreiche Landwirte, um die Situation auf den Straßen zu beruhigen. "Allgemein sind viele Menschen in Hagen aktiv und versuchen, sich in dieser schwierigen Situation einzubringen", berichtet radio hagen weiter. 

Allein in Düsseldorf rückte die Feuerwehr 330 Mal aus

Laut der Deutschen Presseagentur (dpa) wurde Dienstag für die Eifel in Nordrhein-Westfalen sogar die höchste Unwetterstufe ausgerufen. Gestern dann zeichnete sich gerade hier ein chaotisches Bild ab: überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und Fahrzeuge, die sich durch die Wassermassen kämpfen. Nach Angaben der Tagesschau rückte die Feuerwehr allein in Düsseldorf zu insgesamt 330 Einsätzen aus. In der Tiefgarage des Rheinmetall-Konzerne würde gerade das Wasser 40 Zentimeter hoch stehen. In Leverkusen musste nun auch ein Krankenhaus komplett geräumt werden, heißt es von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (haz). 

Mit Material von haz, dpa, NDR, radio hagen und Tagesschau
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