„Wir schauen uns auf der Messe nach Bereicherungen für unsere Milchviehbetriebe um.“ <b>Jannes, 16 Jahre</b> alt (links) ist gemeinsam mit zwei Freunden auf der EuroTier. Sie interessieren vorallem die Neuheiten in der Tierwelt. Die Messe empfindet Jannes als angenehm und informativ.
„Eigentlich sind wir mit unserem Biobetrieb zufrieden. Trotzdem sind wir aufgrund der ungewissen Zukunft am überlegen, wieder konventionell zu arbeiten“. Viktoria und Tim aus Nordrhein-Westfalen leiten einen Milchviehbetrieb mit 100 Hektar. Viktoria, die sich gerade im Lehramtstudium befindet zeigt sich optimistisch. „Unser Traum für die Zukunft ist es, auf dem Betrieb eine eigene Molkerei und Käseherstellung zu etablieren“. Neben Hollstein Frisian sollen auch Fleischrassen gezüchtet werden.  Ei
„Es darf in der Landwirtschaft nicht nur schwarz und weiß gedacht werden.“ <b>Lara-Marie, 17 Jahre</b> (links) und <b>Marleen, 18 Jahre</b> (rechts) aus Niedersachsen habe die EuroTier in diesem Jahr durch ein Berufsgymnasium mit Schwerpunkt Agrar besucht. Ob beide von ihnen den Familienbetrieb mit Schwerpunkt Ackerbau übernehmen, ist sie noch nicht sicher. „Wir hoffen, dass es in der Landwirtschaft positiv weitergeht, allerdings sollte man sich auf Schwierigkeiten einstellen.“
„Ich wünsche mir in der Zukunft, meinen elterlichen Betrieb nicht aufgeben zu müssen.“ Matthias, 27, aus Nordrhein-Westfalen ist spezialisiert auf Schweinehaltung, Ferkelerzeugung und Ferkelaufzucht. „Die Stimmung auf der Messe ist ruhig, teilweise ist es leer, vor allem in den Schweine Hallen.“ Er sieht die aktuelle Marktlage als nur schwer einsehbar und hofft, in einigen Jahren nicht mehr der Landwirtschaft aufhören zu müssen.
„Wir wünschen uns mehr Wertschätzung in der Politik und in der Öffentlichkeit.“ <b>Franz, 17 Jahre</b> (links) und <b>Luca, 18 Jahre</b> alt, aus Hessen wünschen sich, die Milchviehbetriebe ihrer Familie zu übernehmen. Mit der Spezialisierung ihrer Betriebe sind die zufrieden, mit der Anerkennung in der Landwirtschaft weniger.
„Auch wir mussten unsere kleineren Betriebe aufgeben.“ <b>Helen, 21 Jahre</b> alt und <b>Jonah, 25 Jahre</b> alt aus Baden-Württemberg sind durch ihr Agrarwissenschaft-Studium auf die Messe gekommen und interessieren sich hier für die Aussteller der Tierhaltung, besonders im Bereich Milchvieh.
„Die Bürokratie und Probleme durch die Doppelmoral einiger Menschen werden für uns Landwirte zunehmend ein Problem darstellen.“ <b>Timm, 19 Jahre</b> alt (links), <b>Christoph, 18 Jahre</b> alt (Mitte) und <b>Moritz, 18 Jahre</b> alt (rechts) möchten nach der landwirtschaftlichen Ausbildung die Familienbetriebe übernehmen.
„Es fehlt der Zusammenhalt zwischen den Landwirten. Ein großes Problem sehe ich darin, dass kleine Betriebe verdrängt werden.“ <b>Henrik, 34 Jahre</b> alt aus Niedersachsen hat ein Hühnermobil mit 2.000 Legehennen in Freilandhaltung. Außerdem bewirtschaftet er 105 ha Ackerbau.
„Die Wertschätzung für die Produkte und die Arbeit der Landwirte muss sich in Zukunft verbessern.“ <b>Peter, 18 Jahre</b> alt (links) und <b>Bernhard, 19 Jahre</b> alt (rechts) aus Österreich möchten nach ihrem fünfjährigen Bildungsweg an einer Landwirtschaftsschule im Agrarbereich arbeiten. „Es gibt viel Neues auf der Euro Tier zu sehen“, besonders die Bereiche Gülletechnik und Fütterungssysteme haben die beiden interessiert.
„Absatzprobleme in der Direktvermarktung von Geflügel durch steigende Kosten machen uns große Sorgen. Hinzu kommt die Vogelgrippe.“ <b>Jonas, 21</b> (links), Landwirt aus Gütersloh (70.000 Legehennen) macht sich Sorgen über die Zukunft der Landwirtschaft. Auch Freund <b>Daniel, 22</b> (rechts), ebenfalls aus Gütersloh, Landwirt mit 200 Sauen in geschlossener Haltung ist besorgt. „Auf lange Zeit muss man mehr in Nischen investieren, da die Tierhaltung schwieriger wird.“ In der Zukunft wollen die

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Annika Storch, Greta Freye | am

Junglandwirte auf der EuroTier befragt: So blicken sie in die Zukunft

Sie sind die Zukunft: Unsere Junglandwirte. Deshalb haben wir sie auf der EuroTier nach ihrer Stimmung und ihren Zukunftsplänen befragt.

Die Skepsis war groß. Wie läuft die EuroTier 2022 und wie ist die Stimmung? Wir haben unter den Junglandwirtinnen und Junglandwirten nachgefragt. Und, Gott sei Dank, die Stimmung ist besser als erwartet. Natürlich schwingt die Unsicherheit bei allen mit, aber trotzdem werden Pläne für die Zukunft geschmiedet. Dazu haben die Junglandwirte auch konkrete Wünsche an die Politik und Gesellschaft.

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