Tote Fichten im Harz - Klimawandel

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Madeline Düwert | am

Kampf gegen den Klimawandel ist noch lange nicht ausreichend

Die Maßnahmen gegen den Klimawandel geben vereinzelt einen Hoffnungsschimmer - aber sie reichen bei weitem nicht aus, schätzen die Vereinten Nationen.

Mit den bisherigen Bemühungen könne das Ziel, den Temperaturanstieg bis Ende des Jahrhunderts auf 1,5 Grad zu begrenzen, nicht erreicht werden. Die globale Erwärmung laufe eher auf 2,5 Grad hinaus.

Das geht aus einem Bericht hervor, den das UN-Klimasekretariat in Bonn am Mittwoch vergangener Woche veröffentlichte. Darin wurden die Klimaschutzpläne der Unterzeichner des Pariser Klimaschutzabkommens analysiert, darunter auch die Pläne von Deutschland.

Der Abwärtstrend ist nicht schnell genug

Den Berechnungen nach werden die CO2-Emissionen bis 2030 um 10,6 Prozent im Vergleich zu 2010 zunehmen. Das sei eine Verbesserung im Vergleich zu der Einschätzung vom vergangenen Jahr, wonach die Zunahme bis 2030 13,7 Prozent betragen würde.

Der Bericht aus dem vergangenen Jahr war außerdem zu dem Schluss gekommen, dass die Emissionen auch nach dem Jahr 2030 weiter ansteigen würden. Die diesjährige Auswertung der Länder zeigt aber, dass die Emissionen nach 2030 zwar nicht mehr steigen, aber immer noch nicht den schnellen Abwärtstrend zeigen, der laut Wissenschaftlern in diesem Jahrzehnt notwendig ist.

Klimaschutzpläne müssen gestärkt werden

„Der bis 2030 erwartete Abwärtstrend bei den Emissionen zeigt, dass die Nationen in diesem Jahr einige Fortschritte gemacht haben“, sagte Simon Stiell, Exekutivsekretär des UN-Klimawandels. „Aber die Wissenschaft ist eindeutig, und unsere Klimaziele im Rahmen des Pariser Abkommens auch. Wir sind noch lange nicht im Umfang und Tempo der Emissionsreduktionen angelangt, die erforderlich sind, um uns auf den Weg zu einer 1,5-Grad-Celsius-Welt zu bringen. Um dieses Ziel am Leben zu erhalten, müssen die nationalen Regierungen ihre Klimaschutzpläne jetzt stärken und in den nächsten acht Jahren umsetzen.“ Die Ambition zur Reduzierung von Emissionen bis 2030 müssten mittlerweile siebenmal so hoch sein wie angedacht, um das 1,5 °C Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Die letzten sieben Jahre waren die wärmsten, die jemals gemessen wurden.

Eine Mahnung für alle

Bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow (COP 26) im vergangenen Jahr haben sich zwar alle Länder darauf verständigt, ihre Klimaschutzpläne zu überarbeiten. Seitdem wurden jedoch nur 24 neue oder aktualisierte Pläne eingereicht.

Stiell rief daher die Länder dazu auf, ihre Pläne nachzubessern und sie auf der nächsten anstehenden Klimakonferenz in Ägypten (Cop 27) vom 6. Bis 18. November vorzustellen. „Die COP27 wird weltweit zum Wendepunkt im Klimaschutz“, sagte Sameh Shoukry, ägyptischer Außenminister und designierter COP27-Präsident. Der Bericht des UN-Klimawandels und davor des IPCC-Weltklimabericht seien eine zeitgemäße Mahnung für uns alle, betonte er. Ehrgeiz und eine dringende Umsetzung seien für die Bewältigung der Klimakrise jetzt unerlässlich. 

Mit Material von dpa

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