Charlotte Meyer | am

Aurich: Autonomer Feldroboter im Einsatz

Feldroboter im Einsatz sind keine Zukunftsmusik mehr. Der Agrarroboter "AgBot" soll künftig Mittelklasse Schlepper bei den Arbeiten auf dem Acker ersetzen. Und das von der Bodenbearbeitung bis hin zum Drillen.

Ursprünglich wurden Traktoren erfunden, um Landwirten die Arbeit auf dem Feld zu erleichtern. Wie viel einfacher es künftig werden könnte, zeigt der AgBot, der in Norden in Ostfriesland im Einsatz war. Dort zog er zur Stoppelbearbeitung eine Scheibenegge über den Acker, ohne Fahrer in der Kabine, voll autonom, präzise Bahn für Bahn.

Angst vor Veränderung hat an der niedersächsischen Nordseeküste auf jeden Fall niemand – auch nicht vor technischem Fortschritt. Fenna de Beer erzählt lachend, wie der AgBot zum Test auf den Betrieb kam: "Mein Vater schaut abends gern Youtube-Videos, um sich auf dem Laufenden zu halten. Dort fand er zufällig den AgBot." 

Der Technikbegeisterte schickte das Video in die Gruppe der Betriebsgemeinschaft und einer der drei Teilhaber machte daraus Nägel mit Köpfen und kontaktierte die Hersteller des Feldroboters. Die kompakte Raupe wurde von dem niederländischen Unternehmen AgXeed entwickelt. Hinter dem Start-Up stecken aber keinesfalls ambitionierte Studierende, sondern die Mitglieder eines gestandenen Teams aus der Landtechnik.

Die derzeit neun Personen umfassende Gruppe rund um den Roboter bringt reichlich Erfahrung aus der Branche mit: Einige von ihnen waren vorher bei John Deere, Agco, Lely und Lemken, bevor sie das Wagnis Start-Up eingingen. Mit der Beteiligung von Claas, sitzt nun auch ein weiteres Technikschwergewicht mit im Boot um die autonome Landmaschine.

Bewusste Plazierung im Segment Radtraktor

Die Raupenlaufwerke werden von Elektromotoren angetrieben, genauso wie die Zapfwelle. Das Gerät sei sehr vielseitig einsetzbar und AgXeed ist der Überzeugung, dass er schnell Anklang auf mittelständischen Familienbetrieben finden wird. "Schließlich wird es auch immer schwieriger, Fahrer zu finden." 

Damit trifft der Experte einen der Punkte, weshalb De Beer so interessiert ist an der autonomen Technik: "Der Fachkräftemangel macht sich überall bemerkbar. Da wäre so ein autonomer Schlepper eine super Ergänzung, um etwaige Lücken im Team zu schließen."

Mit einer Nennleistung von 115 kW/ 156 PS hat sich das Unternehmen laut eigener Aussage ganz bewusst im Segment eines mittelgroßen, 150 bis 200 PS Radtraktors positioniert. Dadurch soll die Lücke zwischen Robotern mit Schwarmtechnologie, also viele kleine Roboter die zusammen arbeiten, und selbstfahrenden Großtraktoren geschlossen werden.

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