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Wolfgang Rudolph | am

Drohnen in der Landwirtschaft

Durch die rasante Entwicklung der Drohnentechnologie rücken fliegende Sägeräte, Düngerstreuer und Pflanzenschutzspritzen in greifbare Nähe. Erste Dienstleister etablieren sich schon mit Lastendrohnen am Markt.

Kürzlich präsentierten amerikanische Forscher an der University of California den kleinsten Flugroboter der Welt. Er ist nur zwei mal zwei Zentimeter groß, wiegt weniger als ein Gramm und könnte nach den Vorstellungen der Wissenschaftler als künstliche Biene Blüten bestäuben.

Auch André Peine, Geschäftsführer der in Borgentreich (NRW) ansässigen Agroflight GmbH, benennt seine Agrar-Drohnen nach einer populären Biene. Sie heißen Maja. Wenn die größte von ihnen, die Maja 20, mit kräftigem Surren ihrer acht unterarmlangen Propeller vom Boden abhebt, erinnert sie jedoch eher an eine überdimensionale Hummel. Mit ihrem Durchmesser von etwa vier Metern und einem Gesamtgewicht von fast 50 kg ist Maja quasi der Gegenentwurf zur kalifornischen Minidrohne.

Vorteil von Drohnen in der Landwirtschaft

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Das UAV (unmanned aerial vehicle), wie es in der Fachsprache heißt, kann daher deutlich gewichtigere Aufgaben im Agrarbereich übernehmen, etwa die Ausbringung von Düngemitteln oder Saatgut.

Das Unternehmen Agroflight ist bundesweit einer der ersten landwirtschaftlichen Dienstleister, der drohnengestützte Applikationen in diesem Nutzlastbereich anbietet. Der chemische Pflanzenschutz aus der Luft ist in Deutschland zwar bis auf wenige Ausnahmen, etwa an steilen Weinbauhängen, verboten, doch Peine sieht für die Technologie der Lastendrohnen eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten .

Drohnen vermeiden zusätzliche Bodenverdichtung

„Natürlich erreichen Fluggeräte, auch wenn sie mit relativ hohen Nutzlasten abheben können, nicht die Flächenleistung einer Pflanzenspritze, Sämaschine oder eines Düngerstreuers“, räumt der Geschäftsführer ein.

Aber es gebe Aufgaben im Pflanzenbau, bei denen Drohnen ihre Stärke ausspielen könnten. Dazu zähle die Vermeidung von Bodenverdichtung, gegebenenfalls eine komplette Einsparung von Fahrgassen, vor allem aber, dass anstehende Maßnahmen in den Kulturen auch dann durchgeführt werden können, wenn das Befahren der Ackerböden wegen Feuchtigkeit nicht angeraten erscheint oder schlicht unmöglich ist.

Rotoren der Drohne sorgen für gleichmäßige Benetzung

Ein Vorteil der drohnengestützten Applikation sei außerdem die gleichmäßige Verteilung des Granulats (z.B. Schwefellinsen wie AgroS, Saatgut oder Dünger) über die gesamte Abwurfbreite von in diesem Fall neun Metern.

Bei flüssigen Einsatzstoffen sorge die Luftverwirbelung der Rotoren der Drohne für eine gute Benetzung aller Pflanzenteile. Beispiele hierfür sind Bakterien in Form von Bakto N und Bakto PK, Pflanzenhilfsstoffe wie Siproplant sowie andere flüssige Mittel zur Düngung oder Pflanzenstärkung.

Welche weiteren Vorteile der Einsatz von Drohnen im Ackerbau birgt und welche Hindernisse vor dem flächendeckenden Einsatz noch überwunden werden müssen, lesen Sie in der LAND & FORST Ausgabe 41/20.

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