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Fendt rechnet 2022 mit über 20.000 verkauften Traktoren
Bei Fendt ist man trotz aller aktuellen Probleme optimistisch beim Traktorenabsatz. Die Auftragsbücher sind voll.
Die anhaltenden Lieferkettenprobleme machen dem Landtechnikhersteller beim Absatz nicht viel aus. Für das Gesamtjahr 2022 rechnet die deutsche AGCO-Tochter quer über alle Baureihen mit einem Absatz von 20 000 Einheiten „plus X“. „Die Auftragsbücher sind voll, und wir haben aktuell Vorlaufzeiten von elf bis zwölf Monaten. Fendt geht es also richtig gut“, so der Vorsitzende der AGCO/Fendt-Geschäftsführung, Christoph Gröblinghoff.
Preisentwicklung bei Fendt ungewiss
Zugleich berichtete er allerdings von teils chaotischen Zuständen in der Vorlieferindustrie. Namhafte Lieferanten hätten mit einem Vorlauf von nur sechs oder sieben Arbeitstagen mitgeteilt, bei bestimmten Bauteilen nicht mehr lieferfähig zu sein. Gröblinghoff räumte ein, dass explodierende Preise für Chips und andere Bauteile, aber auch für Gas und Strom die Kalkulation von Endkundenpreisen extrem schwierig mache. Das wolle er aber nicht auf die Kunden abwälzen: „Wir werden deshalb von den Landwirten aber sicher keine unrealistischen Preise verlangen“, stellte er klar. Es müsse vielmehr eine vernünftige Balance zwischen steigenden Kosten und zumutbaren Endkundenpreisen gefunden werden.
Fendt macht Fortschritt bei Alternativantrieben
Fortschritte mache Fendt, was mögliche Alternativantriebe zum Dieselmotor angeht. Anfang 2023 würden die ersten beiden Traktoren mit Brennstoffzellen für den Praxiseinsatz an Kunden übergeben. Zwei weitere Maschinen müssten sich erst noch im Fendt-eigenen Entwicklungszentrum bewähren. Allerdings werde es wohl noch geraume Zeit brauchen, bis Fendt-Traktoren mit Wasserstoffantrieb auch kommerziell verfügbar seien, schränkte Gröblinghoff ein. Dafür fehle es aktuell noch an der nötigen Infrastruktur für Wasserstoff. Durchwegs positiv schlage sich im Praxiseinsatz der erste rein elektrisch betriebe Fendt-Traktor E 100 mit 50 kW.