Grimmewerk

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Janina Schuster | am

Grimme: Russland-Geschäft mit Umsatzeinbruch

Bisher rangierte Russland unter den Top-10 Märkten für Grimme. Seit Ausbruch des Ukraine-Krieges und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Sanktionen, brechen dem Landtechnik-Hersteller die Umsätze weg.

Zufriedenstellend sind diese Zeiten nicht für Unternehmen, die auch in Russland agieren und dort Absatzmärkte für sich erschlossen haben. Der Landtechnik-Hersteller Grimme aus Niedersachsen gehört dazu. Das Unternehmen unterhält große Werke in Damme und Rieste/Neuenkirchen-Vörden. Und in Detchino/Kaluga, eine Außenstelle 130 Kilometer südwestlich von Moskau. Dort beschäftigt Grimme rund 60 Mitarbeiter in Vertrieb, Service und der Montage. Derzeit sind sämtliche Transportwege nach Russland versperrt. Die wirtschaftlichen Sanktionen verbieten es dem Unternehmen Ersatzteile oder andere Waren nach Russland zu exportieren. Damit ist auch die nächste Ernte-Kampagne in der Kartoffelanbauregion ungewiss.

Grimme unterstützt Sanktionen gegen Russland

Die Wirtschaftssanktionen werden von Grimme dennoch konsequent umgesetzt. Mehr noch: das Unternehmen stützt die Entscheidung der Europäischen Union vor dem Hintergrund des Krieges. Schützenhilfe erhalten sie dabei vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), dem das Unternehmen ebenfalls angehört. Deren Präsident Karl Haeusgen sagte, der von den Russen begonnene Krieg sei ein „ein Bruch von Völkerrecht“.

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Umsatzausfall kann kompensiert werden

Mit den Umsatzeinbußen geht Grimme demnach eher gelassen um. Das Unternehmen geht davon aus, den Umsatzausfall in Russland durchaus kompensieren zu können und nennt es „eine weitere Herausforderung nach Brexit und Corona-Pandemie“. Derzeit erstellt Grimme die Bilanzzahlen der vergangenen Monate. Im Juni liegen die Daten dann zur Präsentation vor und werden zeigen, dass das Unternehmen von der Nachfrage aus anderen Teilen der Welt profitiert. Tendenziell könne gesagt werden, dass 2021 ein gutes Jahr für den Konzern war, so Philipp Grimme, einer der Holding-Geschäftsführer. Zudem bestätigte er, dass es Überlegungen gäbe, den Ausbau des Standortes in Rieste/Neuenkirchen-Vörden voranzutreiben. Bislang sei jedoch noch nichts spruchreif.

Mit Material von noz
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