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Dagmar Hofnagel | am

Harburg: Ein sehr spezieller Maschinenpark

Für die Familie Baden aus Wistedt gehört die Arbeit für den Maschinenring schon seit über 30 Jahren dazu. Neben den landwirtschaftlichen Maschinen haben sie so dann auch andere im Einsatz.

Den ersten Rasenmäher hat der Maschinenring gekauft und Hans-Hermann Baden zur Verfügung gestellt. Damals hat er montags die Grasflächen im Freibad Jesteburg und freitags auf den benachbarten Sportplätzen den Rasen gemäht. Nach und nach gab es mehr Aufträge.

Heute hat der Landwirtschaftsmeister einen eigenen Maschinenpark. Ein eigenes Gewerbe ist angemeldet. Auch die Anschaffung der eigenen Geräte hat der umsichtige Unternehmer nach und nach vorgenommen. Die Aufträge bekommt er nach wie vor in erster Linie von Andreas Hastedt, Geschäftsführer beim Maschinenring Harburg.

In die Gräben mit dem Raupenmulcher

on_Kommunaltechnik_Betrieb Baden_Foto1- Raupe

Die neueste Anschaffung der Badens ist ein ferngesteuerter Raupenmulcher. Damit mähen sie Gräben aus. Auch bearbeiten sie für Kommunen Regenrückhaltebecken und werden für die Bekämpfung von Bärenklau angefordert. Im Herbst geht es dann an das Laubsammeln. Mit ihren Rasenmähern können sie auch die Blätter aufsammeln und anschließend entsorgen.

Zwei Spindelmäher mit einer Schnittbreite von 3,50 m gehören genauso zum Fuhrpark wie zwei Sichelmäher mit einer Schnittbreite von 1,80 m sowie zwei kleinere Aufsitzmäher für Kindergärten und Friedhöfe. Ein 5,5 t Sprinter ist als Zug- und Transportfahrzeug im Einsatz. In einem Radius von 30 km um Wistedt ist Hans-Hermann Baden mit seinen Geräten und seinen beiden Mitarbeitern auf 450 €-Basis unterwegs. Zeven, Hanstedt und die Hamburger Landesgrenze grenzen seinen Arbeitsbereich ein.

Unterstützung bekommt der Landwirtschaftsmeister auch von seinem Sohn Hans- Christian. Und wenn noch mehr Arbeit anfällt, sind auch seine Ehefrau und andere Familienmitglieder mit im Einsatz.

50 Prozent der Arbeitskraft auf dem Betrieb wird für diese Aufträge des Maschinenrings eingesetzt. Etwa die andere Hälfte entfällt auf die Versorgung der rund 2.000 Mastschweine im Jahr und die Bearbeitung von 68 ha Acker. Schwerpunkt ist der Kartoffelanbau, gefolgt von Futtergetreide für die eigenen Tiere und Mais für eine benachbarte Biogasanlage. 

Mit konstanten Einnahmen planen

Den größeren Umsatz im gesamten Unternehmen machen die Wistedter mit der Landwirtschaft. Der Gewinn hängt natürlich stark von den Preisen ab. So können sich die Gewinne im zusätzlichen Gewerbe meistens eher sehen lassen. Vor allem stellen sie eine Konstante dar. Das war auch ein wichtiger Grund, als Hans-Hermann Baden sich für dieses weitere Standbein entschied. 

Neben dem Maschinenring gibt es auch private Auftraggeber für die Badens. Beispielsweise kommen Sportvereine gern auf die Dienstleister zu und fragen nach Unterstützung.

Besonders gefällt Hans-Hermann Baden die Freiheit, die er bei dieser Tätigkeit hat. In Abstimmung mit dem Maschinenring kann er sich seine Zeit frei einteilen und entscheidet selber, wann er wohin fährt.

An Ausschreibungen teilnehmen

Die Dienstleistung bezahlt der Maschinenring und steht damit automatisch im Risiko. Probleme kommen aber eher selten vor. Den Schwerpunkt der Aufträge bilden mit drei Vierteln öffentliche Ausschreibungen. Ein Viertel entfällt auf private Haushalte oder größere Firmen. Die Kundenpflege liegt damit auch in der Hand des Maschinenrings.

Alle zwei Jahre schreiben die Kommunen ihre zu erledigenden Aufgaben aus und Maschinenringe können sogenannte Lose – also zu übernehmende Arbeiten – anbieten. Etwa 20 Lose, also Arbeitsprojekte, bietet der Landkreis Harburg bei jeder Ausschreibung an. Da geht es dann neben dem Mähen von Rasenflächen an Schulen, Kindergärten oder Feuerwehrhäusern auch um andere öffentliche Grünflächen oder Freibäder, die regelmäßig vom Grün befreit werden müssen. Hecken oder Büsche werden ebenfalls zurück-geschnitten.

Geschäftsführer Andreas Hastedt vom Maschinenring Harburg hat mehrere Gruppen an Landwirten oder Unternehmer in diesem Dienstleistungsbereich im Einsatz. Konkurrenz untereinander gibt es nicht. Jeder Anbieter verfügt über andere Maschinen oder verrichtet andere Arbeiten.

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