Trecker-TÜV

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Janina Schuster | am

Keine Plakette bei Mängeln: Ab zum Trecker-TÜV!

Der Trecker-TÜV ist ein Muss für alle landwirtschaftlichen Zugmaschinen und Schlepper, der Weg zur Service-Station jedoch oft weit. Der mobile Trecker-TÜV schafft da Abhilfe.

Bei Stephan Kistner ist Sicherheit das A und O. Er ist der Leiter der Northeimer TÜV-Nord-Station und lädt zum Trecker-TÜV. Dabei schaut er ganz genau hin: „Vorgestern haben zwei Trecker keine Plakette bekommen. Erst müssen die Mängel beseitigt werden, dann gibt es die Plakette.“ Seit Anfang des Jahres ist Kistner als mobiler Prüfdienst im Landkreis Northeim unterwegs. Das freut auch die Landwirtinnen und Landwirte, denn mit seinem Serviceangebot sparen sie sich die teils langen Wege zur TÜV-Station und somit auch Zeit und Diesel. Bis Mitte März können Besitzer landwirtschaftlicher Zugmaschinen ihre modernen Traktoren und Schlepper oder auch das jahrzehntealte Trecker-Schätzchen in Niedersachsen überprüfen lassen. Denn wie auch für den Autofahrer gilt für sie: ohne Zulassung keine Teilnahme am Straßenverkehr.

Kurze Wege zum TÜV nicht selbstverständlich

Trecker-TÜV

Die Trecker-TÜV-Termine und Orte werden in der Zeitung und im Internet bekanntgegeben. Dann kommen rund 20 Traktoren zu einem der angegebenen Höfe. Der Hof von Ullrich Elliges in Einbeck-Edemissen ist einer davon. Nachdem der Agrarhandel im Ort schloss und damit auch der einstige TÜV-Anlaufpunkt, war er sofort bereit, seinen Hof zur Verfügung zu stellen. „Direkt vor Ort ist es viel einfacher für die Landwirte in der Region: kurze Wege sparen viel Zeit, Personal und Diesel“, erklärt Nebenerwerbslandwirt Elliges. Damit dürfte er so einigen seiner Kollegen einen Gefallen tun, denn die Wege zum TÜV können lang werden. Vor allem, wenn der Trecker keine Fahrerkabine besitzt, wie es bei den alten Schätzen oft der Fall ist. Zudem besitzen einige Landwirte mehrere Maschinen, die geprüft werden müssen. Das geht dann sowohl in die Zeit als auch ins Personal.

Wer muss wie oft zum TÜV?

Trecker-TÜV

Die Fälligkeit der Hauptuntersuchung hängt von der Höchstgeschwindigkeit und dem zulässigen Gesamtgewicht des Traktors ab. So müssen Zugmaschinen oder selbstfahrende Arbeitsmaschinen, die weniger als 3,5 Tonnen wiegen und nicht schneller als 40 km/h fahren, alle zwei Jahre zum TÜV. Alles darüber muss jährlich zur Hauptuntersuchung. Die läuft bei Stephan Kistner der Reihe nach ab. Kontrolliert werden Bremsen, Beleuchtung, Lenkung, Achse und Räder. Wenn alles vorschriftsmäßig funktioniert, gibt es die aktuelle grüne Plakette und eine Rechnung dazu. „Die meisten Fahrzeuge sind super in Schuss, kommen gewaschen und poliert hier an. Da achten die Besitzer drauf, denn gerade bei den älteren Treckern wollen sie zeigen, wie schön sie sind“, freut sich Kistner.

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