Janina Schuster | am

Krone entwickelt nachhaltigere Landmaschinen

Große und schwere Landmaschinen verbrauchen viel Treibstoff und produzieren dadurch Emissionen. Das möchte der Landmaschinenhersteller Krone gern ändern und sucht nach nachhaltigeren Lösungen.

Um die schweren Traktoren in Gang zu kriegen, benötigt es einiges an Kraft. Kraft die am Ende mit Emissionen bezahlt wird. Um diese möglichst zu verringern, befasst sich das Speller Unternehmen Krone im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts "Agrilight" mit der Frage, wie die schweren Maschinen leichter werden können. Im Kern geht es darum, das Gewicht der Rahmenstruktur deutlich zu verringern. Das vom Bund geförderte Projekt besteht aus den Partnern Krone, der M+D Composites Technology GmbH, der Leibniz-Universität Hannover und der Technischen Universität Clausthal. Zusammen haben sie eine Förderung von 1,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erhalten.

Schwere Konstruktionen stehen im Fokus

Das Projektteam beschäftigt sich vor allen Dingen mit der schweren Rahmenstruktur und den anliegenden Funktionseinheiten. Im Fokus steht der Krone Feldhäcksler. Dieser wird zunächst analysiert und in einem funktionsintegrierendem Leichtbausatz aus Glasfaser-  und Kohlenstofffaserverbundstoffen neu aufgebaut sowie getestet. Die Herausforderung liegt laut Unternehmen in der Verbindung der verschiedenen neuen Materialien und Werkstoffe. Diese unterscheiden sich zum Teil grundlegend in ihren mechanischen, elektrischen und chemischen Eigenschaften. Zudem verlangten Faserverbunde andere Fertigungsverfahren, die jedoch auch neue Formgebungsmöglichkeiten bieten.

Wegweiser für die Landtechnikbranche

Nach Fertigung des ersten Funktionsmusters des Rahmens, wird es in Rahmen von Tests grundlegend untersucht und analysiert. Die Tests simulieren den realen Einsatz. Anhand der Testergebnisse lassen sich dann Aussagen über eine mögliche Serientauglichkeit des entwickelten Leichtbaurahmens ableiten.

Gelingt es den Projektpartnern den Rahmen deutlich leichter zu gestalten, versprechen sie einen wegweisenden Schritt für die gesamte Landtechnikbranche. Das verringerte Gesamtgewicht der Maschinen führe zu einer signifikanten Reduzierung von Treibstoffverbrauch und Verminderung von Treibhausgasemissionen. Das wäre ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft.

Mit Material von noz
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