Technik-Talk der LAND & Forst
Edith Kahnt-Ralle | am

LAND & Forst-TechnikTalk: Pflügen ja oder nein

Zum TechnikTalk hat die LAND & Forst nach Syke eingeladen. Experten und Gäste diskutierten zum Thema "Pflügen ja oder nein".

LAND & Forst-TechnikTalk in der Werkstatthalle der New Tech-Gruppe im niedersächsischen Syke-Heiligenfeld. Viele Landwirte kamen, um das Thema: "Pflügen ja oder nein? Bestandesführung und Pflege von Mais" mit Experten zu diskutieren.

Kurt Glück von Horsch stellte gleich fest: Die Lagerbildung zwischen Pflug-Landwirten und Nicht-Pflug-Landwirten ist heute nicht mehr so deutlich auszumachen wie noch vor Jahrzehnten.

Pflügen: Keine Frage der Ideologie

Pflügen ja oder nein sei heute keine Frage der Ideologie mehr, sondern der standörtlichen Gegebenheiten. So wird mal gepflügt und mal nicht. Wichtig ist, genau auf den Boden zu achten, betonte Glück. Wenden oder mischen haben Vor- und Nachteile, und Mulchen verursache genauso einen Mulchhorizont wie das Pflügen den Pflughorizont.

Zukunft: Hybrid-Landwirtschaft

Auch die optimale Einstellung einer Maschine macht am Ende einen Ertragsunterschied aus, zeigte der Horsch-Marketingexperte anhand der Maisaussaat auf. Beim Mais entscheidet sich der Ertrag bis zum Fünf-Blatt-Stadium, deshalb muss die Aussaat gelingen. Schließlich sei der Mais eine Mimose, die im Jugendstadium Fehler sofort anzeigt, so Glück.

In Zukunft werden sich die Ökoanbauer und konventionellen Landwirte hinsichtlich ihrer Produktionsweisen aufeinander zubewegen, ist der Experte überzeugt. Es werde sich eine Hybrid-Landwirtschaft herausbilden, denn beide Verfahren hätten Vor- und Nachteile, die dadurch überwunden werden könnten.

Image der Maisanbauer

Bei der Podiumsdiskussion ging es dann nicht nur um Technik, sondern auch ums Image der Maisanbauer. "Wir müssen draußen immer Rücksicht auf die Bevölkerung nehmen",  so ein Lohnunternehmer der Region. Dabei ist jeder Landwirt ein Öffentlichkeitsarbeiter für die Landwirtschaft. Es bedarf nicht unbedingt großer und teurer Kampagnen, um etwas für das Image der Landwirtschaft zu tun.

Unverständnis der Stadtbevölkerung

Im ländlichen Umfeld erfahren die Landwirte nach ihrer Aussage eher Verständnis für ihre Wirtschaftsweisen. Sorgen bereitet den Praktikern dagegen das Unverständnis der Stadtbevölkerung. Aber auch von ihrem eigenen Bauernverband fühlen sich die Praktiker nicht immer gut vertreten.

Nachfolgend finden Sie ein Video zum TechnikTalk in Harsum bei Hildesheim.

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