Drohnen gegen Mähtod: Rehkitz steht in einer Wiese
Christel Grommel | am

Landwirtschaftsministerium fördert Anschaffung von Drohnen

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) fördert die Flugtechnik mit drei Millionen Euro, um den Mähtod von Rehkitzen und Wild zu bekämpfen.

Vegetations- und witterungsbedingt bleibt den Landwirten nur ein kleines Zeitfenster für die Mahd. Moderne Landmaschinen kommen zum Einsatz, die schnell und effizient arbeiten. Aus der Kabine der großen Maschinen kann der Fahrer Wildtiere in dichten Grasbeständen aber oft nicht entdecken.

Betroffen sind vor allem Rehkitze, da in ihren ersten Lebenswochen die erste Mähperiode des Grünlands ansteht. Rehkitze flüchten nicht vor der nahenden Maschine, sondern verharren reglos auf dem Boden. 

Die bisher gesammelten Erfahrungen bei der Kitzrettung zeigen, dass moderne, mit Wärmebildkamera ausgestattete Drohnen die mit Abstand effektivste Möglichkeit sind, Rehkitze zu orten und zu retten. 

Bisher wird die Drohnentechnik aber noch nicht flächendeckend eingesetzt, auch aufgrund der Anschaffungskosten. Julia Klöckner will den Einsatz der Technik vorantreiben und fördert diese mit drei Millionen Euro. 

Start schon im März 2021

Der Start der Förderung wird kurzfristig, voraussichtlich in der zweiten Märzhälfte 2021, erfolgen.

Wer und was gefördert wird:

  • Antragsberechtigt sind Jägervereinigungen auf Kreisebene oder andere eingetragene Vereine auf regionaler oder lokaler Ebene, zu deren satzungsgemäßen Aufgaben die Rettung von Wildtieren, vorrangig von Rehkitzen, gehört.
  • Die Förderquote wurde auf 60 Prozent der Investitionskosten und die maximale Förderhöhe auf 4.000 Euro pro Drohne festgelegt.
  • Je Antragsteller werden maximal zwei Drohnen gefördert.
  • Die Förderung kann nach Veröffentlichung der Förderrichtlinie (voraussichtlich in der zweiten Märzhälfte) bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beantragt werden.

Das BMEL unterstützte bereits von Mai 2012 bis Dezember 2015 mit einer Förderung von über zwei Millionen Euro das Verbundprojekt "Wildretter". Das Ziel des Projekts war die Verbesserung der arbeitsintensiven Vergrämungsmethoden durch technisches Gerät.

Mit Material von BMEL
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