Landwirt bedient digitale Technik im Traktor
Christel Grommel | am

Niedersachsen fördert Digitalisierung des Ackerbaus

Mit rund einer Million Euro fördert das BMEL die Digitalisierung des Ackerbaus in Niedersachsen. Das Geld wird in das neue PraxisLabor Digitaler Ackerbau der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) investiert.

Das PraxisLabor befindet sich auf der LWK-Versuchsstation in Schickelsheim im Kreis Helmstedt. Die Förderung kommt aus dem Sondervermögen „Digitalisierung" des Landes.

"Die Digitalisierung der Landwirtschaft bietet hervorragende Chancen, den Landwirten in Niedersachsen den optimalen Einsatz digitaler und umweltfreundlicher Techniken zu demonstrieren", sagte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. „Wir müssen diese Chancen mit Einrichtungen wie in Schickelsheim für den betrieblichen Alltag schnell nutzbar machen und vermitteln." Daher sei die Digitalisierung eine wichtige Säule der niedersächsischen Ackerbaustrategie.

Landwirte mit den Erkenntnissen unterstützen

Die LWK setzt im PraxisLabor neueste digitale Land- und Sensortechnik unter betrieblichen Bedingungen ein. In Versuchen und Projekten werden die Effekte auf die ackerbaulichen Verfahren und gleichzeitig auf die natürlichen Ressourcen Boden, Wasser, Klima und Artenvielfalt ermittelt.

"Mit diesen Erkenntnissen auf Basis der hohen Standards unseres Feldversuchswesens können wir unsere Landwirte über Beratungs- und Bildungsangebote unterstützen und auch Behörden mit validen Daten versorgen", zeigt sich Kammerpräsident Schwetje erfreut.

Gut für die Region

Auch für die Region ist der weitere Ausbau des Kammerstandortes in Schickelsheim ein wichtiges Signal für die wirtschaftliche Entwicklung. Das sagt Gerhard Radeck, Landrat des Landkreises Helmstedt: „Die Landwirtschaft hatte in unserer Region schon immer eine große strukturelle Bedeutung. Gerade in der Phase des Umbruchs nach dem Kohleabbau ist sie mit ihrer Dynamik einer der Hoffnungsträger für Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze." 

Auch Stefan Ortmann, Leiter des LWK-Geschäftsbereichs Landwirtschaft, ist zufrieden: Die Förderung sei eine gut angelegte Investition, die mit erheblichen Eigenmitteln von Seiten der LWK ergänzt würden.

Im Zuge des zunächst bis 2026 angelegten Projektes sollen die Erfahrungen über ein ergänzendes, mobiles Schulungszentrum für Digitalen Ackerbau in der Aus-, Fort- und Weiterbildung gemeinsam mit den regionalen Bildungsträgern praxisnah weitergegeben werden.

Geht es nach den Wünschen von Kammerpräsident Schwetje, wird das PraxisLabor schon bald auch eine 5G-Mobilfunkfrequenz zur Erprobung durch ein aktuelles Kooperationsprojekt der Landkreise Wolfenbüttel und Helmstedt erhalten. Daran werde laut Schwetje aktuell mit einigen Partnern gearbeitet.

Mit Material von BMEL

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