Treckerdemonstration

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Anne-Maria Revermann | am

Niedersachsens Bauern demonstrieren wieder

Hunderte Landwirte haben sich mit ihren Treckern nach aufgemacht, um erneut zu demonstrieren. Auf ihren fahrten stoppten etwa 20 Landwirte an einem Lager
von Aldi-Nord.

Hunderte Landwirte demonstrieren am Donnerstag (5. März) im Norden.

Seit 2:30 Uhr rollen in Niedersachsen die landwirtschaftlichen Maschinen über die Straßen. Dazu aufgerufen hatte das von den Landwirten selbst initiierte Bündnis „Land schafft Verbindung“.

„Wir haben uns in Kolonnen aufgeteilt, um so den ganzen Nordwesten abzudecken. Ziel sind verschiedene Zentralläger und Logistikzentren“, erklärt Renke von Seggern aus Dingstede. Er und rund 500 weitere Landwirte aus den Kreisen Oldenburg, Ammerland, Friesland, Wesermarsch und Cloppenburg haben das Güterverkehrszentrum in Bremen blockiert, wie das Landvolk Oldenburg berichtet.

Allein 220 Landwirte kommen aus dem Landkreis Oldenburg. „Wir sind bereits in den frühen Morgenstunden aufgebrochen, um die auf diese Weise auf die derzeitigen und zukünftigen Probleme der Landwirtschaft hinzuweisen. Die Politik hört uns nicht zu und nimmt und sonst anscheinend nicht ernst.“, so von Seggern weiter.

Das Bündnis fordert den Stopp der geplanten Verschärfung zur Düngeverordnung, einen Klima- und Umweltschutz in Zusammenarbeit mit den Landwirten und eine 100% Versorgungssicherheit für Deutschland mit deutschen Lebensmitteln.

Nächster Halt: ALDI-Nord und Nabu-Zentrale

Bremen: Auf der Fahrt nach Bremen stoppten etwa 20 Landwirte an einem Lager von Aldi-Nord in Weyhe. Die Kundgebung am frühen Donnerstagmorgen war vorher angemeldet worden, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Zufahrt zu dem Lager blieb laut Polizei aber frei. 

Seit 11 Uhr laufen große Kundgebungen vor dem Landeshaus in Kiel und am Tschaikowskyplatz in der Nähe der Hamburger Messehallen. Hunderte Landwirte machten sich bereits ab 7 Uhr in Sternfahrten hupend auf den Weg dorthin.

Update: In Niedersachsen demonstrieren Landwirte vor dem Zentrallager von LIDL in Cloppenburg. Nach Angaben von Teilnehmern vor Ort, weigert sich die Geschäftleitung mit den Demonstranten zu sprechen. Die Teilnehmer der Kundgebungen vom LsV Vechta haben nun ihre Berufskollegen um Unterstützung gebeten. Man wolle so lange vor Ort bleiben, bis LIDL zu Gesprächen bereit sei, so die Bauern. "Wir haben Zeit", heißt es aus dem Teilnehmerkreis.

Update:  Landwirte aus dem Emsland (Meppen) sind mit etwa 20 Treckern unterwegs nach Cloppenburg, um ihre Berufskollegen zu unterstützen.

Update: In Hannover demonstrieren dutzende Landwirte vor der Nabu-Zentrale.

Mit Material von dpa, LsV Vechta

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