TIM Tractor Implement Management -Traktor und Anhänger auf Acker
Tobias Meyer | am

TIM-Funktion: Traktor und Anbaugerät verbinden

Immer mehr Hersteller statten ihre Geräte mit TIM-Funktionen aus. Darüber können diese den Schlepper selbst steuern. Inzwischen funktioniert das oft auch schon herstellerübergreifend und wird auch immer weiter ausgebaut.

Bereits auf der Agritechnica 2009 wurden Lösungen präsentiert, bei denen Maschinen eines Herstellers Daten austauschten: John Deere und Pöttinger zeigten zusammen eine Kombination aus Ladewagen und Traktor, die zusammen auf die Gegebenheiten im Feld reagieren. Das war damals jedoch noch Pionierarbeit und funktionierte nur durch einen Schwad-Scanner vorne am Schlepper.

In den Folgejahren testeten das auch andere Hersteller in verschiedenen Maschinen: Die Firma Rauch etwa zeigte – ebenfalls zusammen mit John Deere – einen Düngerstreuer, der selbst bestimmen konnte, welche Hydraulikleistung er vom Schlepper benötigte. Der Grundgedanke lautete: Das Arbeitsgerät steuert Traktorfunktionen, um den Fahrer zu entlasten und die Maschinenleistung zu steigern.

Den Grundgedanken hat die AEF (Agricultural Industry Electronics Foundation, bekannt vor allem durch den Isobus) aufgegriffen. Durch deren standardisierte Lösung mit digitalen Zertifikaten ist eine herstellerübergreifende Zusammenarbeit von Traktor und Arbeitsgerät im Sinne einer höchstmöglichen Markenflexibilität und Datensicherheit gegeben.

Qualität und Effizienz steigern

TIM soll Qualität und Effizienz steigern, denn das jeweilige Arbeitsgerät "kennt" den Prozess ja bestens: Sensoren übernehmen die Kontrolle, der Traktor stellt die Leistung bereit. Die Optimierung bei einer Ballenpresse geschieht z.B. durch automatische Überwachung des eingezogenen Erntegutes.

Die Presse entscheidet selbstständig, wie schnell der Traktor fahren soll, damit sie nicht verstopft. So verringert sich auch das Verletzungsrisiko, da das Leerräumen der Pressekammer oder der Vorsatzgeräten kaum mehr nötig sein wird. Zudem sinkt auch die Gefahr von Hitzeentwicklung.

Künftig mehr TIM

  • Künftig werden die TIM-Funktionen wohl noch weiterwachsen. Zudem wurden ähnliche Funktionen auch parallel von anderen Herstellern umgesetzt.
  • Das Maschinengespann wird in der Branche immer mehr als System betrachtet, wodurch es schlagkräftiger und effizienter genutzt werden kann.
  • Durch die AEF-Zertifizierung werden zudem künftig immer mehr Maschinenfabrikate untereinander kompatibel werden.

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