Moorschutz_Förderurkunde

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Christel Grommel | am

Landwirtschaftliche Moornutzung: Die Zukunft der Betriebe sichern

Moorschutz: Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) untersucht die Möglichkeiten einer landwirtschaftlichen Nutzung von Mooren.

Intakter Moorboden bindet große Mengen Kohlenstoff und ist daher im moorreichen Bundesland Niedersachsen ein wichtiger Baustein für Klimaschutz-Strategien.

Welche Möglichkeiten landwirtschaftliche Betriebe bei einer klimaschonenden Bewirtschaftung künftig haben und welche Folgen dies für die Höfe sowie für die regionale Wirtschaft hat, untersucht die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) mit finanzieller Unterstützung des Landes in einem neuen Projekt.

Im Zentrum des Vorhabens stehen landwirtschaftlich genutzte Flächen in der Geesteniederung (Kreis Cuxhaven), im Gnarrenburger Moor (Kreis Rotenburg) und im Ipweger Moor (Kreis Wesermarsch). Die Bäuerinnen und Bauern dort wirtschaften hauptsächlich auf Dauergrünland und halten Milchkühe.

Transformationsprozess bis 2025

Bis Ende 2025 soll ein Prozess entwickelt werden, der den Landwirtinnen und Landwirten dabei helfen soll, zu einer moorschonenden bzw. torfschonenden Bewirtschaftung überzugehen. Zudem soll untersucht werden, welche regionalen ökonomischen Auswirkungen ein solcher Wandel für Unternehmen im vor- und nachgelagerten Bereich mit sich bringt.

Für das Projekt arbeitet die Kammer eng mit den betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben, mit dem Land, mit kommunalen Behörden und Naturschutzverbänden zusammen. Das Ziel ist eine klimaschonende Bewirtschaftung und somit eine Senkung der Treibhausgasemissionen aus dem Moor.

Ein Element einer solchen Bewirtschaftung ist es, die Moorwasserstände mit Hilfe von Stauwehren im Grabensystem anzuheben. Der im Moorboden gebundene Kohlenstoff kommt dann nicht so leicht in Kontakt mit Sauerstoff und entweicht nur in geringerem Umfang als CO2 in die Atmosphäre.

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Zukunftsperspektive für Betriebe auf Moorstandorten

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast übergab dazu am Montag (11. April) in Oldenburg einen Förderbescheid in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro an Kammerpräsident Gerhard Schwetje. „Viele Betriebe auf Moorstandorten erzeugen dort seit Generationen hochwertige Nahrungs- und Futtermittel – die Menschen auf diesen Höfen brauchen eine sichere Zukunftsperspektive“, betonte Kammerpräsident Gerhard Schwetje.

„Überzeugend an unserem neuen Projekt ist daher, dass es mögliche wirtschaftliche und soziale Folgen der klimaschonenden Bewirtschaftung analysiert und Kompensationskosten sowie alternative Einkommensmöglichkeiten ermittelt.“ Die konkreten Projektergebnisse flössen in die Beratungsarbeit der Landwirtschaftskammer ein.

Mit Material von ML
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