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Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Martina Hungerkamp | am

Auch landwirtschaftliche Unternehmen boykottieren Russland

Die wirtschaftlichen Folgen des Angriffskrieg gegen die Ukraine werden für Russland immer spürbarer. Auch landwirtschaftliche Unternehmen wie Boehring Ingelheimer, Cargill oder DanBred weltweit ziehen sich aus dem Land oder den Geschäften mit Russland zurück.

Je länger der Krieg Russlands gegen die Ukraine andauert, desto mehr Unternehmen weltweit geben bekannt, dass sie ihre Aktivitäten mit und in Russland einschränken oder komplett beenden. Auch aus der Landwirtschaftsbranche gehen viele Unternehmen diesen Weg, wie der Artikel von Pig Progress aufzeigt.

Coca-Cola, Heineken und DanBred sind aus Russland raus

Weltweit führende Konzerne wie Coca-Cola, Shell, Ikea und Heineken haben sich teilweise oder vorübergehend aus Russland zurückgezogen. Landwirtschaftliche Unternehmen scheinen vorsichtiger zu reagieren. Viele bestehende Sanktionen gelten zudem nicht für sie, da ihre Geschäfte mit der Primärproduktion von Lebensmitteln zusammenhängt. Aber es gibt auch einige Beispiele von Firmen, die bereits reagiert haben.

So gab das dänische Schweinezuchtunternehmen DanBred bekannt, alle Aktivitäten der Tochtergesellschaft in dem Land einzustellen. Zum einen, um Sanktionen gegen Russland zu unterstützen, zum anderen auch zum Schutz ihrer Mitarbeiter. Vorstandsvorsitzender Claus Fertin erklärte: „Bisher haben wir das Geschäft offen gehalten, aber jetzt werden wir alle Aktivitäten für die Tochtergesellschaft in Russland einstellen. Dies wird eine Reihe von Kunden in Russland betreffen, es ist also ziemlich ernst.“

Auch das niederländische Futtermittelunternehmen Royal Agrifirm Group hat beschlossen, sich vollständig aus Russland zurückzuziehen. Bestehende Joint-Venture sollen beendet werden. Daneben gaben zum Beispiel Cargill und ADM an, ihre Geschäftstätigkeiten zu reduzieren. Der komplette Rückzug sei jedoch leichter gesagt als getan. Lebens- und Futtermittelanlagen würden teilweise weitergeführt, da sie zur primären Lebensmittelproduktion beitragen.

Mineraldünger

Boehring-Ingelheimer und andere unterstützen Ukraine

Viele Unternehmen drücken ihre Besorgnis gegenüber der Ukraine aus und kündigen Unterstützung an. So erklärte beispielsweise das (Tier-)Gesundheitsunternehmen Merck (MSD), dass die Einstellung seiner Geschäftstätigkeit aus humanitären Gründen keine Option sei, dass aber alle Gewinne aus dem Verkauf in Russland für humanitäre Zwecke verwendet würden. Auch das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim oder die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) unterstützen die Menschen in der Ukraine.

John Deere und Lely stoppen Russlandgeschäft

Vor allem im Landmaschinengeschäft war eine starke Reaktion auf die russische Invasion zu beobachten. Case New Holland setzte alle Lieferungen nach Russland und Weißrussland aus, ebenso wie John Deere und Caterpillar, die ankündigten, den Betrieb ihrer Werke in Russland einzustellen. Inzwischen hat auch der niederländische Maschinen- und Anlagenhersteller Lely, ein großer Akteur in der Milchwirtschaft, seine Geschäftsaktivitäten in Russland und Weißrussland eingestellt.

Landvolkpräsident Holger Hennies

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