Landwirtschaftssimulator

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Janina Schuster | am

Landwirtschaftssimulator: deshalb ist das Spiel so erfolgreich

Landwirtschaft erlebbar machen – das geht live vor Ort auf dem Hof oder am Computer. Der Landwirtschaftssimulator ist ein Spiel, das schafft, woran viele Initiativen scheitern. Worin liegt der Reiz?

Simulatoren sind im Spielebereich normalerweise nicht weit oben auf der Beliebtheitsskala zu finden. Und doch gibt es immer wieder Veröffentlichungen, die ausgesprochen erfolgreich sind. So auch der „Landwirtschaftssimulator“. Die Reihe des Spieleentwicklers Giants Software wurde mit Herausgabe der neuesten Version nur eine Woche später gleich 1,5 Millionen Mal verkauft. Das Spiel hat sogar eine eigene E-Sports-Liga. Gamer können in dem Simulator ihren eigenen Hof errichten, Getreide anbauen, Tiere halten und Forstwirtschaft betreiben. Oberstes Ziel: mit den eigenen Erzeugnissen muss Geld verdient werden, um sich neue Felder, Maschinen, Helfer und Gebäude leisten zu können.

Der Unterschied zu anderen Simulatoren

Das Spiel dürfte auch aufgrund seiner kompromisslosen Erweiterbarkeit so erfolgreich sein. Man muss keine Programmiersprache beherrschen, um eigene Karten bauen zu können. Auf der offiziellen Mod-Plattform kann nach einem bestimmten Fahrzeug oder fehlenden Features gesucht werden. Die kostenlosen Erweiterungen sind oft schnell gefunden und eingebaut. Ein weiterer Grund für den Erfolg dürfte der ständige Austausch der Community sein. Viele Simulatorspiele erscheinen in der Version 1.0 und werden nicht mehr geupdatet. Auf neue Inhalte wird vergeblich gewartet. Der Landwirtschaftssimulator hingegen bemüht sich an dieser Stelle.

Landwirtschaft auf eigene Faust erkunden

Simulatorspiele bedeuten oft, eine Art vorgegebene To-Do-Liste abzuarbeiten. Der Weg ist in der Regel vorgegeben. Beim Landwirtschaftssimulator gehen die Entwickler anders damit um. Auch hier werden die Basics erklärt. Doch dann lässt man den Spieler allein auf Erkundungstour gehen. Reihenweise Features müssen auf eigene Faust gefunden und ausprobiert werden. Ähnlich wird es bei der Ausrichtung gehandhabt: die Nutzer können selbst entscheiden, ob sie Viehzucht betreiben, Felder bestellen oder in die Forstwirtschaft investieren wollen. Auch die Frage nach den dafür geeigneten Fahrzeugen wird offen gelassen. Wo Gebäude gebaut oder welche Produkte des Betriebes verkauft werden – alles liegt im persönlichen Entscheidungsrahmen des Spielers.

Der Landwirtschaftssimulator ist zwar formal ein Simulator, doch hat das Spiel viele genretypische Probleme hinter sich gelassen. Mit jeder neuen Veröffentlichung gibt es Weiterentwicklungen. Nicht zuletzt dank einer aktiven Community und des engagierten Entwicklerstudios.

Mit Material von mads/haz

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