Weggeworfene FFP2-Maske im Wald

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Janina Schuster | am

Mehr Rücksichtnahme in Feld und Flur

In Corona-Zeiten entdecken viele Menschen die Natur wieder für sich. Das führt jedoch auch zu Problemen. Vor allen Dingen, wenn sie dabei grundlegende Regeln missachten.

"Der Ansturm durch Spaziergänger, Radfahrer, Freizeitsportler sowie Hundehalter auf Wald, Wiesen und Äcker bleibt nicht ohne Folgen für Natur und Landwirtschaft."

Das erklärten am letzten Dienstag (11.5.) der Präsident des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg (LBV), Joachim Rukwied, und der Vorsitzende des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg (LNV), Dr. Gerhard Bronner, in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Das Konfliktpotential erstrecke sich von Picknick auf blühenden Weiden über Getreidefelder als Spielwiese bis zu Radfahrern, die querfeldein durch den Wald fahren.

Betretungsverbot für Mensch und Hund

Sie appellierten an die Besucherinnen und Besucher von Feld und Flur, die Regeln zu berücksichtigen, um Wildtiere zu schützen und die landwirtschaftlichen Kulturen nicht zu verletzen. Diese stellten vor allen Dingen Futter für Tiere dar oder dienten der Lebensmittelproduktion.

Durch achtlos weggeworfenen Müll geraten schnell auch mal Glasscherben oder Taschentücher in die Felder und in der Folge in den Futtertrog der Tiere. Das zieht teils verheerende Konsequenzen nach sich. Den meisten Freizeitsuchenden sei es gar nicht bewusst, dass der Großteil der Gebiete in der Natur landwirtschaftliche Fläche sei, betonten Verbandsvertreter. Auf diesen Flächen gelte von März bis November ein generelles Betretungsverbot, was vielen gar nicht klar sei. Das Betretungsverbot gelte für Mensch und Hund gleichermaßen, und zwar auch im Garten-, Obst- und Weinbau. Dabei sei es unerheblich, ob die Flächen eingezäunt seien oder nicht.

Konsequenzen steter Störung

Es häuften sich die Beschwerden aus der Landwirtschaft, berichtet der Landesbauernpräsident. Immer mehr Menschen zerträten Gras und aufwachsendes Getreide und ließen Hundekot und Müll zurück. Der Vorsitzende des Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg ergänzte, dass die meisten Wildtiere sich an den Menschen gewöhnen, solange er die bekannten Wege nutzt.

Betreten Spaziergängerinnen und Spaziergänger nun aber Wege querfeldein, kann das als Gefahr wahrgenommen werden. Als Beispiel führte er Vogeleltern an, die ihre Jungen oder bebrütete Eier zurückließen. Freilaufende Hunde oder größere Menschenmassen könnten Weidetiere in Panik versetzen und Wildtiere aufschrecken. Sie riefen deshalb Hundehalter dazu auf, die Leinenpflicht zu beachten, damit ihre Vierbeiner nicht auf bestellte Ackerflächen oder Wiesen rennen können.

Mit Material von AgE
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