Störche im Nest
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In Niedersachsen frieren die Störche

Nachtfrost und kühles Wetter machen dem Storchennachwuchs in Niedersachsen zu schaffen. Die Zahl der Brutpaare ist aber gestiegen.

In Niedersachsen gibt es in diesem Jahr mancherorts Probleme beim Storchennachwuchs. Es sind schon ein paar Jungvögel gestorben.

"Im Landkreis Gifhorn haben wir eine Reihe von Ausfällen", berichtete Hans-Jürgen Behrmann von der Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz des Naturschutzbundes (Nabu). "Grund könnten die Nachtfröste mit dem anschließenden kalten Wetter sein."

Früh geschlüpfte Küken besonders bedroht

"Wir müssen noch abwarten, wie sich die Jungen entwickeln", sagte Reinhard Löhmer, Naturschutzbeauftragter für die Weißstorchbetreuung der Region Hannover. "Die früh geschlüpften Küken sind besonders bedroht. Vor allem die Kombination von Kälte und Nässe ist gefährlich", erklärte er. "Wird es bei der Nahrung eng, so werfen die Eltern die Jungen aus dem Nest."

Später über den Bosporus aus Afrika zurückgekehrte Weißstörche hätten gerade erst angefangen zu brüten, erklärte Löhmer. "Da schlüpfen die Jungen erst bis Anfang Juni und sind daher bislang nicht betroffen."

Niedersachsen: Zuwachs bei Brutpaaren von rund zehn Prozent

In der Leinemarsch brüten so viele Störche wie lange nicht mehr. "In der Region Hannover könnte es in diesem Jahr bei den Brutpaaren einen Zuwachs von rund zehn Prozent geben", sagte Löhmer. Im vergangenen Jahr seien es dort 62 Brutpaare gewesen.

Auch sonst sieht es in Niedersachsen gut aus. "Landesweit wird die seit Jahren steigende Zahl der Brutpaare weiter zunehmen, wie erste Rückmeldungen zeigen", sagte Behrmann. Im vergangenen Jahr hatten so viele Störche in Niedersachsen und Bremen gebrütet wie zuletzt 1958. Insgesamt zogen die 1.007 freilebenden Paare dabei laut Nabu 1.765 Jungtiere auf. Elf der Paare brüteten in Bremen.

Mit Material von dpa

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