Grünland in Niedersachsen

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Christel Grommel | am

Bauernverband stellt Grünlandagenda vor

Sowohl der Stellenwert des Wirtschaftsgrünlands als Grundlage einer regional ausgerichteten und flächengebundenen Tierhaltung als auch die Leistungen des Grünlands für Umwelt, Biodiversität und Kohlenstoff-Bindung müssten berücksichtigt werden, fordert der Verband.

Ziel ist es, nachhaltiges Wirtschaftsgrünland durch eine flächendeckende, tierbezogene und standortangepasste Bewirtschaftung zu erhalten und zu sichern. Dafür setzt der DBV sechs Ziele und 18 konkrete Maßnahmen und Forderungen auf.

"Für uns Landwirte ist das Grünland Wirtschafts- und Futtergrundlage, und damit ein wichtiger Bestandteil des bäuerlichen Einkommens. Mit unserer Agenda wollen wir das Angebot unterbreiten, in einen gesamtgesellschaftlichen Austausch für eine nachhaltige landwirtschaftliche Grünlandnutzung in Deutschland zu treten. Erst durch eine "Inwertsetzung" wird Grünland erhalten und nur so können die vielfältigen Umweltleistungen des Grünlands gehoben werden", sagt der Vize-Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Karsten Schmal. 

Auch Grünland bringt Spannungen

Grünland befinde sich inzwischen in einem Spannungsverhältnis zwischen bäuerlicher Einkommenssicherung und den Erwartungen an den Naturschutz seitens der Gesellschaft. 

"Der Gesetzgeber entscheidet durch die Ausgestaltung des Ordnungsrechts über die Möglichkeiten einer wirtschaftlichen Nutzung von Grünland und somit, in welchem Umfang Umweltschutz durch Grünland erfolgen kann." Daher müssten Naturschutzleistungen in Kooperation umgesetzt werden und auch honoriert werden, so der Umweltbeauftragte des DBV. Gesetzliche Auflagen und Verbote gefährdeten den Erhalt des Grünlandes. Eine ausgewogene Politik in Abstimmung mit den Betrieben sei daher wichtig. 

Das sind die Ziele der Grünlandagenda

  • Wirtschaftlichkeit des Grünlandes sicherstellen
  • Grünlandbezogene Tierhaltung unterstützen
  • Heimische Futtermittelversorgung aus Grünlandnutzung stärken
  • Grünland an den Klimawandel anpassen
  • Multifunktionalität und Umweltleistungen des Grünlandes bewahren und honorieren
  • Grünlandstandorte als Wirtschaftsregionen stärken

Aus diesen sechs Zielen leitet der DBV in seiner Agenda 18 konkrete Maßnahmen ab. Unter anderem sind das: 

  • Unterstützung des Grünlandes in der nationalen Eiweißpflanzenstrategie des BMEL
  • Konditionalität und Eco-Schemes praxisnah ausgestalten
  • Verfahren zum Dauergrünlanderhalt vereinfachen
  • Ausgleichszulage weiterentwickeln
  • Agrarinvestitionsförderung attraktiver gestalten
  • Grünlandnutzung auch für den Klima- und Küstenschutz sichern 
  • Flexibler und standortangepasster Moorschutz
  • Weidehaltung Vorrang vor dem Wolf einräumen
  • Gänseschäden reduzieren und ausgleichen
  • Bedarfs- und standortangepasste Wirtschaftsdüngeranwendung erleichtern 
  • Rechtlichen Rahmen flexibilisieren und entbürokratisieren
Mit Material von DBV
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