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Edith Kahnt-Ralle | am

Bedarf und Düngung nähern sich an

Der 8. Nährstoffbericht bestätigt den positiven Trend beim Abbau von Nährstoffüberschüssen. Während beim Stickstoff schon viel erreicht ist, muss beim Phosphat noch weiter reduziert werden.

Die gute Nachricht zuerst: Auf Landesebene haben die Landwirte den Überhang von 31.000 t Stickstoff aus dem Nährstoffbericht von 2018/19 bis auf 692 t Stickstoff im Berichtszeitraum 2019/2020 abgebaut. Damit hat sich der positive Trend – der Abbau der Nährstoffüberschüsse - in Niedersachsens viehstarken Regionen fortgesetzt. 

Niedersachsen auf dem richtigen Weg

Dieser Tatbestand veranlasste Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast am Mittwoch vergangener Woche bei der Online-Vorstellung des 8. Nährstoffberichtes zu der Gesamtbewertung: "Niedersachsen ist auf dem richtigen Weg, um eine ausgeglichene Nährstoffbilanz zu erreichen."

Die Nährstoffüberschüsse zeigten einen sehr positiven Abwärtstrend. Die Stickstoffüberschüsse schrumpften laut Nährstoffbericht, der erstmalig auf der aktuellen Grundlage der Düngeverordnung von 2020 erstellt wurde, in allen Landkreisen weiter, wie Heinz-Hermann Wilkens von der Düngebehörde in Oldenburg.

Baustelle Phosphat

Während beim Stickstoff die Bilanz im letzten Berichtsjahr landesweit ausgeglichen wurde, steht dies beim Phosphor noch aus. Zwar ist auch der Phosphoranfall um 2,5 % gegenüber dem letzten Berichtszeitraum zurückgegangen. Doch liegt das P-Einsparpotenzial laut Heinz-Hermann Wilkens niedersachsenweit noch bei über 27.000 t P2O5 (Vorjahre 33.000 t). Betrachtet man wieder die Landkreisebene, liegen Ammerland, Cloppenburg, Emsland, Grafschaft Bentheim, Oldenburg, Osnabrück, Rotenburg-Wümme sowie Vechta noch bei einer Phosphataufbringung von über 70 kg P2O5.

Verbringung von Wirtschaftsdünger effizienter machen

Bei dieser Überschussermittlung wird zugrunde gelegt, dass aufgrund einer hohen P-Versorgung der Böden eine P-Düngung maximal in der Höhe der P-Abfuhr erfolgen darf. Somit "fehlen" den genannten Landkreisen insgesamt 146.000 ha (inkl. der Stadt Wilhelmshaven), um den P-Anfall in ihren Kreisen bedarfsgerecht unterbringen zu können. In vielen Kreisen Südniedersachsens fehlt dagegen Phosphat. Wilkens: „In den nächsten Jahren muss die Verbringung von Wirtschaftsdüngern bezüglich Phosphat noch effizienter werden.“ Damit meinte der Referent, dass Gülle und Gärresten gezielt P entzogen und in die Defizitkreise verbracht werden muss.

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