Zuckerrüben auf einem Feld
Carolin von Kröcher | am

Beizung von Zuckerrübensaatgut

Die LWK Niedersachsen gibt in einer amtlichen Mitteilung die Allgemeinverfügung zur Beizung von Zuckerrübensaatgut bekannt.

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Pflanzenschutzamt, gibt folgendes bekannt:

Mit Zulassungsbescheid des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom 22.12.2020 wurde zur Bekämpfung von Blattläusen als Virusvektoren in der Kultur Zuckerrüben, das Inverkehrbringen und die Verwendung von Zuckerrübensaatgut mit dem Pflanzenschutzmittel „Cruiser 600 FS“ mit dem Wirkstoff „Thiamethoxam“ unter den dort genannten Bedingungen genehmigt. Die Zulassung ist ausschließlich auf die Verwendung (Saatgutbeizung und Aussaat) und das Inverkehrbringen an die Anbauer beschränkt und auf den Zeitraum vom 01. Januar 2021 bis zum 30. April 2021 befristet.

Auflagen und Gebiete

Zur Verminderung des Ertragsrisikos und des Risikos, das bei der Aussaat von mit Cruiser 600 FS gebeiztem Saatgut für Mensch, Tier und Naturhaushalt entstehen kann, hat die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Pflanzenschutzamt, eine Allgemeinverfügung mit Datum vom 29.01.2021 erlassen. Sowohl das Inverkehrbringen als auch die Verwendung und die Aussaat des so gebeizten Zuckerrübensaatgutes sind an strenge Auflagen gebunden. Zuwiderhandlungen stellen Ordnungswidrigkeiten im Sinne des § 68 Abs. 1 Nr. 1 PflSchG dar, die nach Abs. 3 mit einem Bußgeld bis 50.000 € geahndet werden können.

Die Aussaat von mit Cruiser 600 FS und dem Wirkstoff Thiamethoxam gebeiztem Zuckerrübensaatgutes ist in Niedersachsen ausschließlich auf das Gebiet der Bezirksstellen Northeim, Uelzen und Braunschweig der Landwirtschaftskammer begrenzt. Dort wurden 2020 bei Befallsüberwachungen auf mehr als 30 % und bis zu 80 % der Zuckerrüben-Anbaufläche Virussymptome festgestellt. Es ist deshalb davon auszugehen, dass diese Gebiete besonders in 2021 von einer Viruskalamität betroffen sein werden. Praxiserhebungen und Angaben aus der Literatur zeigen v.a. für frühe Infektionen Ertragsausfälle von 35 - 45 %.

Weiterführende Informationen

Der komplette Text der Allgemeinverfügung ist im Internet unter www.lwk-niedersachsen.de einzusehen.

Dort finden Sie auch ein Formular, das Sie für die vorgeschriebene Meldung der Aussaat mindestens drei Werktage vor der Aussaat verwenden können. Dieses sollte bitte ausgefüllt und vorzugsweise elektronisch an die E-Mail-Adresse Aussaatmeldung.Notfallzulassung@lwk-niedersachsen.de gesendet werden.

In Kürze wird außerdem ein Fragenkatalog mit den wichtigsten weiterführenden Informationen zur korrekten Umsetzung der Allgemeinverfügung auf der Homepage der Landwirtschaftskammer Niedersachsen veröffentlicht werden.

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