Getreideernte
Laura Schneider | am

DBV-Ernteprognose 2020: Getreideernte erneut unter dem Durchschnitt

Der Deutsche Bauernverband erwartet 2020 eine leicht unterdurchschnittliche Ernte. Tierhalter sind weiterhin auf Regen angewiesen.

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), gab heute (25. Juni) im sächsischen Pegau eine erste Ernteprognose für das Jahr 2020 ab.

Die Regenfälle in den vergangenen Wochen haben die Frühjahrstrockenheit nach Angaben des Verbandes leicht abgemildert. „Wir erwarten eine leicht unterdurchschnittliche Ernte bei großen, regionalen Unterschieden“, verkündete Rukwied.

Der DBV erwartet eine Getreideernte in Höhe von rund 43 Millionen Tonnen. Damit liegen die Erwartungen leicht unter dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019 in Höhe von 44,4 Millionen Tonnen.

Ausreichend Regen in den kommenden Monaten nötig

„Beim Winterweizen haben der kühlere Mai und die Niederschläge im Juni größere Ertragseinbußen verhindert. Für die Wintergerste dagegen kamen die Niederschläge zu spät“, erläutert Rukwied. Auf den Winterweizen könnten sich zurzeit allerdings extreme Hitzewellen noch negativ auswirken.

Für die Herbstkulturen (Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben) sei in den kommenden Monaten ausreichend Regen nötig, da die Wasserreserven in den Böden nicht ausreichen. Gleiches gelte für die tierhaltenden Betriebe, die nur mit einer guten Grundfutter- und Silomaisernte wieder Futterreserven aufbauen könnten.

Die Coronakrise hat vor allem die Spargelernte getroffen. Wegen der Einreisebeschränkungen fehlten zunächst Erntehelfer aus dem Ausland, die später eingeflogen wurden. Dazu kamen Verluste durch die zeitweise Schließung der Gastronomie.

Mit Material von dpa, DBV
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