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Edith Kahnt-Ralle | am

Der Druck auf die Moorbewirtschaftung wächst

"Moor muss nass" ist der Anspruch, der in der Moorschutzstrategie der Bundesregierung seinen Niederschlag findet. Das bereitet den betroffenen Landwirten große Sorgen. Wie ein Sprecher der AG Moorbauern argumentiert.

So mancher Moorbauer bzw. seine Vorfahren haben Erfahrung mit der Bewirtschaftung nasser Moorflächen und sagen: "Nein danke, wir wissen, dass dies nicht funktioniert."

Was sie damit meinen ist: Eine wirtschaftliche Erzeugung von Nahrungsmitteln ist auf wiedervernässten Moorflächen langfristig nicht möglich. Unsere politischen Vorfahren haben das auch noch gewusst. Wie ist es sonst zu erklären, dass ganze Moorregionen in Niedersachsen mit hohem finanziellem Aufwand aus den öffentlichen Kassen kultiviert wurden, um dort landwirtschaftlichen Familien und Siedlern ein wirtschaftliches Auskommen und Lebensqualitäten zu ermöglichen, die andernorts längst üblich waren. Zudem wurden auch die Moore zur Erzeugung qualitativ guter Nahrungsmittel gebraucht. Damals zumindest.

Früher Flurbereinigung

„Die damaligen Landbauaußenstellen der Landwirtschaftskammer haben auch hier in Ostfriesland großflächig Moorflächen durch Sandmischkulturen aufwerten lassen sowie Flurneuordnungen vorgenommen“, erinnert sich Detlef Grüßing, Moorlandwirt aus Bentstreek und stellvertretender Vorsitzender des Landvolkkreisverbandes Wittmund.

Grüßing verfügt über genug eigene Erfahrung mit den verschiedenen Moorbodenzuständen seiner Region. Ein wichtiger Aspekt für die landwirtschaftliche Nutzung der Moorflächen war damals wie heute die Wasserregulierung mit dem Ziel, die Flächen so weit zu entwässern, dass sie gut befahrbar bleiben.

Doch gerade diese dränierten Moorflächen neigen zum Torfabbau (Degradation) und damit zur CO2-Freisetzung, die aus heutiger Klimaschutzsicht nicht mehr akzeptiert wird. "Diesen Zusammenhängen können und wollen wir uns nicht verschließen", betont Grüßing, doch bei den im Moorschutz-Konzept der Bundesregierung angedachten Moorschutz- und damit Klimaschutzmaßnahmen vermisst Grüßing das Augenmaß.

Die Moorbauern kritisieren, dass seitens der Behörden oft mit nicht zutreffendem Kartenmaterial gearbeitet wird.

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