Die Winterweizenernte hat aufgrund der langen Trockenheit und großen Hitze vielerorts nicht die hohen Erwartungen erfüllt.
Christel Grommel | am

DRV-Ernteeinschätzung 2020 - mehr Sommergetreide und Schädlinge

Der Deutsche Raiffeisen-Verband (DRV) gibt eine erste Einschätzung zur Ernte 2020. Laut der Einschätzung werden die Sommergetreideflächen zunehmen, allerdings wird auch ein höherer Schädlingsbefall erwartet.

Der Regen verzögert weiterhin die Frühjahrsaussaat. Zwar haben die ausgiebigen Regenfälle dazu geführt, dass die drastisch reduzierten Wasservorräte in den oberen Bodenschichten aufgefüllt werden konnten. Aufgrund des unbeständigen Wetters konnten aber auch die Böden nur vereinzelt auf leichten Standorten befahren werden.

Im Norden und Nordosten konnten aufgrund starker Niederschläge im Herbst zahlreiche Flächen nicht mehr mit Winterweizen bestellt werden. Daher rechnet der DRV damit, dass die Aussaatflächen für Sommergetreide wachsen werden, erwartet werden je rund 30.000 ha mehr Sommerweizen und Körnermais. Hafer und Sommergerste bewegen sich vermutlich auf dem Vorjahresniveau. 

Insgesamt wird bei der gesamten Getreideanbaufläche ein leichter Rückgang um 2,5 Prozent erwartet. Es wurden stattdessen mehr Winterraps und Leguminosen angebaut. 

Niedersächsische Landwirte bauen mehr Roggen an

Insbesondere in Niedersachsen haben sich viele Landwirte nach den enttäuschenden Ergebnissen der letzten zwei Jahre dazu entschieden, die Anbaufläche für Sommergetreide nicht auszuweiten. Stattdessen wurde im Herbst vielfach Roggen gedrillt. Das Statistische Bundesamt gab an, dass in Niedersachsen die Anbaufläche für Roggen um knapp 20 Prozent auf ca. 160.000 ha wuchs. 

Ob die jetzt prognostizierten Sommergetreideflächen auch bestellt werden können, hängt von der Witterung der kommenden Wochen ab. Bleibt es weiterhin regnerisch, könnte es zu Verschiebungen in Richtung Mais kommen. 

Getreideernte leicht über Vorjahrswert

Der DRV geht von einer durchschnittlichen Getreideernte in Höhe von 45,2 Millionen Tonnen aus. Dieses Ergebnis liegt mit einem Plus von 1,9 Prozent leicht über dem Wert des Vorjahres. 

Grundlagen dieser Prognose sind die Herbstaussaatflächen, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. Sommergetreideflächen sowie Erträge sind Schätzungen des DRV auf Grundlage der Durchschnittsergebnisse in den letzten fünf Jahren.

Die Rapsernte wird mit 3,4 Millionen Tonnen deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres prognostiziert, Grund ist eine deutlich angestiegene Anbaufläche. Die vergangenen Jahre hatten allerdings deutlich höhere Ergebnisse gebracht. Die Bestände hatten sich nach teilweise trockenen Aussaatbedingungen durch den milden Winter gut entwickelt. Aufgrund der fehlenden Fröste besteht aber die Gefahr eines höheren Schädlingsbefalls.

Mit Material von DRV

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