Schlepper fährt Gülle aus
Edith Kahnt-Ralle | am

Düngeverordnung: 170 kg N-Grenze bleibt weiter bestehen

Die Einhaltung der 170 kg N-Grenze wird bei düngerechtlichen Kontrollen landwirtschaftlicher Betriebe weiterhin für die Düngejahre 2019, 2020 und Folgende geprüft.

Offenbar hat es im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten der novellierten Düngeverordnung bei einigen Landwirten und Beratern Missverständnisse bzgl. der Berechnung der zulässigen Menge an organischen sowie organisch-mineralischen Düngern gegeben.

Die Prüfdienste der Landwirtschaftskammer weisen darauf hin, dass zwar die Pflicht zur Erstellung von Nährstoffvergleichen entfallen ist. Das heißt, dass für das laufende Düngejahr 2020 kein gesamtbetrieblicher Nährstoffvergleich mehr erstellt werden muss.

Anstelle dessen tritt eine Art Schlagkarteipflicht, die die Landwirte verpflichtet jede Düngungsmaßnahme schlaggenau mit Art, Menge und Nährstoffgehalten jedes aufgebrachten Düngemittels binnen 2 Tagen aufzuzeichnen.

Die "170 N-Grenze" entfällt nicht

Nicht entfallen ist jedoch die seit Jahren geltende sogenannte "170 N-Grenze", wonach im Betriebsdurchschnitt nicht mehr als 170 kg Gesamt-N je ha aus organischen und organisch-mineralischen Düngern ausgebracht werden dürfen. Die seit Jahren geltende 170 N-Grenze ist unabhängig vom Düngebedarf und gilt gemäß Nitratrichtlinie EU-weit.

Die Berechnung erfolgt weiterhin nach den bekannten Regeln, eine Berechnung mittels Aufsummierung der in Einzelschlagkarteien dokumentierten gestreuten Tonnagen und N-Gehalte je Qudratmeter ist nicht zulässig.

N-Mengen berechnen

Die Einhaltung der 170 kg N-Grenze wird bei düngerechtlichen Kontrollen landwirtschaftlicher Betriebe weiterhin für die Düngejahre 2019, 2020 und Folgende geprüft.

Den landwirtschaftlichen Betrieben wird empfohlen, wie bisher zu Jahresbeginn überschlägig die jeweilige N-Menge aus Organik zu berechnen, um sich ggf. im Jahresverlauf durch Abgabe von Nährstoffmengen noch anpassen zu können.

Mit Material von Jelko Djuren, LWK Niedersachsen

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