Findling auf einem Feld im Landkreis Emsland
Anne-Maria Revermann | am

Emsland: XXL-Stein fasziniert Besucher

Steine begeistern Besucher: Im Landkreis Emsland sorgt ein tonnenschwerer Findling auf einem Acker für reichlich Aufsehen.

Ein Riesen-Stein auf einem Feld in Hüven, einem kleinen Dorf im Landkreis Emsland, zieht Besucher magisch an. Der etwa 140 Tonnen schwere Findling wurde vor einigen Wochen auf einem Acker freigelegt und gilt seitdem als Sensation.

Denn scheinbar ist der XXL-Stein etwa eine Milliarde Jahre alt ist, das schätzen Experten. Eine Landwirtsfamilie hatte den Findling im Sommer freilegen lassen. Seitdem ist Hüven Anziehungspunkt für tausende Schaulustige geworden - allein am vergangenen Sonntag waren 400 Menschen dort.

Der Stein geht auf Reisen

Bald soll der Stein umziehen. Die Gemeinde Hüven hat im Ortskern bereits eine geeignete Stelle gefunden. Fachleute haben den Stein mittlerweile ganz genau unter die Lupe genommen:

Er ist etwa 5,80 Meter lang, 2,90 Meter hoch und 4,50 Meter breit. Er wiegt zwischen 100 und 140 Tonnen. Genau wisse man dies aber erst, wenn der Findling am Kran hänge.

Eine Milliarde Jahre alt

Das Alter des Findlings wird auf eine Milliarde Jahre geschätzt. Vor etwa 150.000 bis 200.000 Jahren wurde er in einem Gletscher aus Skandinavien zu seinem heutigen Fundort transportiert, während der so genannten Saale-Kaltzeit. Wo genau der Stein aus Skandinavien herstammt, bestimmen Geologen nun anhand von Gesteinsproben.

Der Stein aus dem Emsland gehört damit zu den zehn, eventuell sogar zu den fünf größten Findlingen, die bislang in Niedersachsen gefunden wurden. Der Größte liegt in Stöckse, Kreis Nienburg, und ist 330 Tonnen schwer. Der Zweitgrößte wurde in Dietrichsfeld im Landkreis Aurich gefunden und wiegt 110 Tonnen.

Transportkosten von 35.000 Euro

Da der Findling aus Hüven über zwei Metern Durchmesser hat, gilt er auch als Naturdenkmal. Er darf also nicht verändert werden. Selbst eine Inschrift ist tabu. Der Landkreis Emsland stelle ihn nun unter Schutz. Erlaubt ist aber, den Stein zu bewegen und ihn woanders aufzustellen. Knapp 35.000 Euro kostet der Transport und das Aufstellen, inklusive der Neugestaltung der Ortsmitte.

Ein Drittel der Kosten trage der Landkreis, ein weiteres Drittel die Samtgemeinde Sögel, und das letzte Drittel werde von der Gemeinde Hüven und der Sparkassenstiftung getragen.

Mit Material von dpa

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