Forscher der Universität Göttingen haben herausgefunden, dass Bienen und Hummeln weniger Erdbeerpollen sammeln, wenn viele blühende Rapsfelder in der Umgebung sind. Wildbienen schaffen aber einen Ausgleich, da sie gern die Bestäubung auf den Erdbeerfeldern übernehmen.

Ellen Hartmann | am

Erdbeeren oder Raps? Darauf fliegen Bienen

Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat analysiert, welche Pflanzen für Bienen und Hummeln attraktiv sind.

Viele Landwirte setzen für die Bestäubung ihrer Nutzpflanzen Honigbienen und Hummeln ein und stellen neben ihren Feldern Kästen mit Völkern dieser Insekten auf. Allerdings gibt es für die Landwirte keine Garantie, dass die Tiere auch wirklich ihre Pflanzen bestäuben.

Um herauszufinden, welche Pflanzen für Bienen besonders attraktiv sind, hat die Universität Göttingen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Mittweida und des Julius Kühn-Instituts Braunschweig das Pollen-Sammelverhalten von Honigbienen und Hummeln erforscht. Raps spielte dabei eine besondere Rolle.

Verhalten von Bienen und Hummeln durch Pollen-DNA

Für die Untersuchung hat das Forschungsteam Völker von Honigbienen und Hummeln neben Erdbeerfeldern in der Region Göttingen und Kassel angesiedelt und darüber hinaus Pollen von heimkehrenden Honigbienen und Hummeln gesammelt. Diese wurden im Anschluss in der Universität Göttingen und in der Hochschule Mittweida untersucht.

Anhand der Pollen-DNA konnte herausgefunden werden, welche Pflanzen die Bienen besucht haben und wie verschieden ihr Sammelverhalten ist, so Dr. Svenja Bänsch aus der Abteilung Funktionelle Agrobiodiversität der Universität Göttingen.

Erdbeerpflanzen vs. Rapsblüten

Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Hummeln und Honigbienen ihre Pollen aus unterschiedlichen Pflanzenarten gewinnen. Auch konnte analysiert werden, dass weniger Pollen von Erdbeerpflanzen gesammelt werden, wenn blühende Rapsfelder in der Nähe sind.

Dennoch eignen sich die Insekten als Bestäuber im Erdbeeranbau. Allerdings, so Prof. Dr. Catrin Westphal, Leiterin der Abteilung Funktionelle Agrobiodiversität, solle hier vermehrt die Wildbiene zum Einsatz kommen.

Mit Material von Uni Göttingen, idw
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