Winterweizen
Werner Raupert | am

Ernteschätzung aktualisiert - in Niedersachsen weniger Raps angebaut

Die feuchte und kühle Witterung der vergangenen Wochen hat den Trockenstress für die Getreide- und Ölsaatenbestände deutlich reduziert.

„Der Regen kam gerade noch rechtzeitig, um die Kulturen vor gravierenden Schäden zu bewahren“ betont Guido Seedler, Getreidemarktexperte des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV). Vor diesem Hintergrund erwartet der Verband eine durchschnittliche Getreideernte in Höhe von 47,2 Millionen Tonnen, das wäre ein Plus von gut 24 % im Vergleich zum Vorjahr.

Regen unterschiedlich verteilt

Allerdings gibt es bei den Niederschlagsmengen weiterhin ein West-Ost-Gefälle. Während im Süden und Westen durch teilweise viel Regen eine deutliche Entspannung festzustellen ist, fällt sie im Nordosten Deutschlands deutlich geringer aus. „Dort wird weiterhin dringend Regen benötigt, die Situation steht auf Messers Schneide“, fährt Seedler fort. Dabei ist gerade jetzt eine ausreichende Wasserversorgung erforderlich, denn Gerste und Roggen haben die Ähren bereits geschoben, beim Weizen steht dies unmittelbar bevor. In dieser Entwicklungsphase entscheidet sich, ob die Pflanzen ihr Ertragspotenzial optimal ausschöpfen.

Niedersachsen: Weniger Raps angebaut

Rapsblüte

Die Rapsblüte klingt derzeit ab. In einigen Regionen mit knapper Wasserversorgung haben die Pflanzen wie im Vorjahr Blüten abgeworfen.

In seiner aktuellen Prognose geht das Statistische Bundesamt davon aus, dass deutschlandweit auf 887.000 Hektar Raps angebaut wird. Diese Fläche ist 28 Prozent kleiner als im Vorjahr.

Für Niedersachsen wird ein Rapsertrag von 256.000 Tonnen erwartet, 15,5 % weniger als im Vorjahr. Die Anbaufläche wurde im Verglich zum Vorjahr um 31 % reduziert.

Für Deutschland insgesamt wird gegenwärtig von einer Rapsernte in Höhe von gut 3,0 Millionen Tonnen ausgegangen. Das wären 17 % weniger als 2018.

 

Mit Material von Deutschen Raiffeisenverband (DRV)

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