Weizendrusch auf einem Acker
Anne-Maria Revermann | am

Forschung: Höhere Dürretoleranz beim Weizen

Ein Forschungsprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, Weizen an das sich ändernde Klima anzupassen und dürretoleranter zu machen.

Weizen ist die wichtigste Getreideart für deutsche Landwirte. Die unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen im April 2020 folgen dem Trend der vergangenen Jahre und zeigen, dass auch in Deutschland der Anbau unseres wichtigsten Brotgetreides zunehmend von Dürre beeinträchtigt wird.

Eine Forschungsallianz, zu der neben drei deutschen Pflanzenzüchtungsunternehmen auch die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft sowie das Julius Kühn-Institut zählen, hat sich zum Ziel gesetzt, Weizen an das sich ändernde Klima anzupassen und dürretoleranter zu machen. Das jetzt gestarteten Projekt TERTIUS wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefördert.

Wurzeln des Roggen als Vorbild

Die Wasseraufnahme durch die Wurzeln spielt für die Dürretoleranz eine wesentliche Rolle. Hier ist der Roggen mit seinem hoch entwickelten Wurzelsystem mehr als nur Vorbild.

Weizen war ursprünglich mit Roggen vergesellschaftet. In solchen Pflanzengesellschaften kommt es unter natürlichen Bedingungen immer wieder zu Kreuzungen zwischen den nah verwandten Arten, so die Züchtungsexperten. Und in der Tat tragen weltweit zahlreiche Weizensorten Abschnitte im Genom, die vom Roggen stammen und nachweislich für eine bessere Wurzelausbildung verantwortlich sind.

Weizen fit machen für den Klimawandel

Solche Erbinformationen sind von besonderem Interesse für das neue Projektprojekt. Denn sie ist eine große Chance, Weizen für den Klimawandel fit zu machen.

Beobachtungen unter den extremen Witterungsbedingungen 2018 und 2019 zeigen, dass ein vergleichsweise kleiner genetischer Abschnitt des Roggengenoms ein Schlüssel dazu ist, die Dürretoleranz des Weizens zu erhöhen.

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