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Laura Schneider | am

Forschungsprojekt: Kartoffeln mit Nutzpilzen stärken

Die Kartoffel leidet unter der Klimaveränderung und steigendem Schädlingsbefall. Nutzpilze sollen sie in ihrer Fruchtfolge stärken.

Die Kartoffel ist eine der wichtigsten Kulturpflanzen in Deutschland und Europa. Doch der Klimawandel mit steigenden Temperaturen, zunehmenden Wetterextremen wie Trockenheit oder Starkregen sowie steigender Schädlingsbefall setzen der Knolle immer stärker zu.

Wie Kartoffeln gegenüber Umwelteinflüssen besser geschützt werden können, untersucht jetzt die Hochschule Rhein-Waal in einem Verbundprojekt mit der Fachhochschule (FH) Bielefeld und den Unternehmen Biocare und Feldsaaten Freudenberger. Ziel des Projektes ist es nach Angaben der Hochschule, Kartoffeln und Zwischenfrüchte mithilfe verschiedener Nutzpilze nachhaltig zu stärken.

Mit Nutzpilzen Kartoffeln und Zwischenfrucht stärken

Pflanzen benötigten für eine optimale Entwicklung eine ausreichende Nährstoffversorgung, gute Bodenbedingungen und Wurzeln, die widerstandsfähig gegenüber Schädlingen wie Nematoden (Fadenwürmern) sind. Das Besondere an dem Projekt sei, dass es nicht nur die Kartoffel selbst, sondern auch die Zwischenfrucht stärken will.

Das Gesamtziel des Verbundvorhabens ist es, Formulierungs- und sogenannte Ummantelungsverfahren (Saatgutcoatings) mit verschiedenen Nutzpilzen zu entwickeln. Dies soll nach Angaben der Forscher die Fruchtfolge nachhaltig stärken. Beispielsweise sollen sie das Vorkommen pflanzenschädlicher Nematoden im Boden reduzieren. Das verbessere langfristig die Qualität der Kartoffeln, die in der Fruchtfolge dann im Frühjahr gepflanzt werden. Bestimmte Nutzpilze können auch die Kartoffel selbst stärken.

Für die Zukunft erhoffen sich alle Beteiligten, dass sich diese Methode auch auf anderes Saatgut anwenden lässt, um noch mehr Pflanzen gegen widrige Umweltbedingungen zu rüsten.

Mit Material von Hochschule Rhein-Waal
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