Mehltau auf einer Pflanze.
Ellen Hartmann | am

Was Sie gegen Mehltau tun können

Weißer Belag auf den Blättern, Verfärbungen oder Flecken sind meist Zeichen für den Befall mit Echtem oder Falschem Mehltau. Aber wie kann die Pflanzenkrankheit am besten bekämpft werden?

Gerade bei Nutz- und Zierpflanzen ist Mehltau eine weit verbreitete Krankheit, für die ein Pilz die Ursache ist. Jedoch befallen einige Arten, wie der Apfelmehltau, nur bestimmte Pflanzen. Grundsätzlich unterscheidet man die Pilzerkrankung jedoch zwischen dem Echten und dem Falschen Mehltau. Hier ist es besonders wichtig, den Unterschied zu erkennen. Denn beide Arten haben unterschiedliche Ursachen und müssen verschieden angegangen werden. 

Was ist Echter Mehltau?

Beim Echten Mehltau handelt es sich um einen sogenannten Schönwetterpilz, der sich am liebsten bei wärme und Trockenheit ausbreitet. Erkennbar ist der Echte Mehltau als weißer, abwaschbarer und später schmutzig-bräunlicher Belag, der sich auf den Blattoberseiten sowie den Blüten der Pflanzen bildet. Ist eine Pflanze befallen, werden die Blätter braun und vertrocknen. Auch die Blüten gehen ein. In starken Fällen können ganze Teile der Pflanze sterben. 

Besonders gerne befällt der Echte Mehltau Rosen und Astern oder Gemüse wie Möhren, Gurken und Stachelbeeren. Sollten Sie die oben genannten Erkennungszeichen auf Ihren Pflanzen entdecken, sollten Sie befallene Pflanzenteile so schnell wie möglich entfernen und entsorgen. Bekämpft werden kann der Mehltau mit Milch. Hierfür mischen Sie Rohmilch (Wichtig: keine H-Milch) im Verhältnis 1:8 mit Wasser. Besprühen Sie die befallenen Pflanzen alle paar Tage mit der Mischung, denn die in Milch enthaltenen Mikroorganismen sorgen dafür, dass der Pilz verschwindet. Zusätzlich tragen Sie auch zur Stärkung der Pflanze bei. 

Der Falsche Mehltau

Beim Falschen Mehltau handelt es sich, anders als beim Echten Mehltau, um einen Schlechtwetterpilz. Er gedeiht am liebsten bei Feuchtigkeit uns befällt vorrangig Zierpflanzen sowie Nutzpflanzen wie Kopfsalat, Erbsen, Feldsalat, Kohl, Radieschen, Zwiebeln, Schwarzwurzeln, Spinat, Rettich und Weinreben. Im Gegensatz zum Echten Mehltau, lässt sich der Falsche Mehltau daran erkennen, dass er beide Blattseiten befällt. So wird der weiße Belag meist auf der Blattunterseite erkennbar. Hier breitet sich oft auch ein grauer oder grauvioletter Pilzrasen aus. Zusätzlich kommt es auf der Blattoberseite zu Aufhellungen oder gelben Flecken. Wenn Sie die Pflanze nicht behandeln, stirbt die ganze Pflanze ab. 

Das hilft gegen den Pilz:

Wichtig ist auch hier, dass Sie alle befallenen Blätter gründlich entfernen. Um den Pilz zu bekämpfen, eignen sich diverse Pflanzenbrühen, wie der Einsatz von Ackerschachtelhalmsud. Diesen können Sie leicht herstellen, mit Wasser verdünnen und mehrmals auf die Pflanzen sprühen. Auch ein Sud aus Reinfarn oder Knoblauch hilft gegen den Pilz. Beim Knoblauchsud reichen vier Knoblauchzehen, die Sie zerkleinern und mit einem Liter kochendem Wasser aufgießen. 

So können Sie Mehltau vermeiden:

  • Nutzen Sie bei der Neupflanzung oder Aussaat am besten resistente Sorten
  • Vermeiden Sie es, die Pflanzen zu überdüngen (gerade mit Stickstoff sollten Sie vorsichtig sein)
  • Pflanzen sollten nicht zu eng stehen und Sonne und Luft bekommen
  • Schützen Sie Blätter vor Nässe und gießen Sie die Pflanzen nur von unten (am besten morgens und abends?)
  • Entfernen Sie Unkraut. Denn das wird oft befallen und so kann sich der Pilz schnell verbreiten
  • Stärken Sie ihre Pflanzen mit Ackerschachtelhalmsud
  • Bei Befall: Blätter und Blüten sofort entfernen
Mit Material von NDR
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