Mähdrescher bei der Ernte

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Christel Grommel | am

Getreideversorgung hat sich verbessert

Die weltweite Getreideversorgung hat sich verbessert. Niedersachsen verzeichnet jedoch die geringste Getreideanbaufläche seit 1948.

Der Internationale Getreiderat (International Grain Council – IGC) schätzt die globale Getreideernte für das Wirtschaftsjahr 2020/21 auf 2.230 Millionen Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 48 Mio. t. Bei einem geschätzten Verbrauchsanstieg auf 2.222 Mio. t ist die Erzeugung anders als in den Vorjahren etwas größer als der Verbrauch. Die Endbestände steigen somit von 622 Mio. t im Vorjahr auf 630 Mio.

Beim Weizen wird die Versorgung des Weltmarktes geschätzt ebenso gut sein wie im letzten Jahr. Der IGC taxiert die Weltweizenproduktion mit 764 Mio. t für das Wirtschaftsjahr 2020/21 leicht über dem Vorjahr. Das hängt hauptsächlich mit der Flächenausdehnung in Australien und Indien zusammen. Der Verbrauch von Weizen steigt nur geringfügig. Bezüglich der Entwicklung des Weizenverbrauchs herrscht aufgrund der Corona-Pandemie noch Unsicherheit. Die Lagerbestände liegen mit 291 Mio. t auf einem neuen Rekordniveau.

Geringste Anbaufläche seit 72 Jahren

In Niedersachsen ist im diesjährigen Getreidejahr die geringe Anbaufläche auffällig. Die Getreideanbaufläche (ohne Körner-Mais) in Niedersachsen habe laut Landesamt für Statistik Niedersachsen im Jahr 2020 mit 744.000 Hektar den geringsten Umfang seit 1948 erreicht. Auch der Hektarertrag des Getreides sei 2020 in vielen Regionen des Landes geringer ausgefallen. Eine Ausnahme bildete das südliche Niedersachsen: hier war auf den guten Lehmböden der Ertrag meist erfreulich. Der nasse Herbst erschwerte auf einigen Marschböden die Weizenbestellung, auf dem "Sandgürtel" musste für gute Erträge beregnet werden. 

Die niedersächsischen Landwirte verkauften ihre Getreideernte zum größten Teil an hiesige Verarbeiter von den Mühlen bis zu den Futtermittelherstellern. Sie profitieren aber auch von der Nähe der Häfen: Das Auslandsgeschäft nehme nach Angaben der AMI derzeit zu, beispielsweise Richtung Naher Osten und Nordafrika.

Mit Material von Landvolk Niedersachsen

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