Grünland braucht im Herbst gute Pflege und Mahd
Anne-Maria Revermann | am

Grünlandpflege im Herbst: Das ist zu beachten

Um Schäden im Winter zu verhindern, braucht Grünland im Herbst gute Pflege und Mahd. Das ist zu beachten.

Die Grünlandpflege im Herbst ist wichtig, um Schäden im Winter zu vermeiden. Das ist besonders der Fall, seit die Gefahr von Dürrejahren steigt und die Trockenheit sich negativ auf die Pflanzen auswirkt.

„Momentan nutzen wir die Sonnenstrahlen, um den letzten Silageschnitt, der überwiegend gute Qualität und Ertrag bringt, einzufahren“, sagt Landwirt Manfred Tannen aus Bensersiel, Vorsitzender des Ausschusses für Strukturpolitik beim Landvolk Niedersachsen.

 

Grasnarben auf Winterruhe vorbereiten

Aufgrund der milden Temperaturen und der geringen Niederschlagsmenge der vergangenen Zeit ist auch jetzt noch eine Beweidung durch die Milchkühe und das Jungvieh möglich. Einsetzende Niederschläge und die damit verbundenen Trittschäden beenden dann in der Regel die Weideperiode im Oktober.

Die Grasnarben werden nach der letzten Nutzung mit einer geringen Wirtschaftsdüngermenge auf die Winterruhe vorbereitet. So kann das Wurzelwachstum angeregt werden, damit die Grasbestände im kommenden Frühjahr gestärkt aus der Winterruhe kommen und besser Wasser und Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen. Nebenbei wird mit einem ordentlichem Wurzelwuchs die organische Masse im Boden erhöht und so Kohlenstoff aus der Atmosphäre im Boden gespeichert.

 

Wichtig für Grünland: Düngung, Nutzung, Mahd

Entscheidend über die Leistungsfähigkeit der Grünlandnarbe sind Düngung, Nutzung und Mahd. Einige Betriebe konnten fünf Schnitte einholen, teilweise auch sechs. Auf vielen Flächen waren aufgrund der Frühjahrstrockenheit und der Narbenschäden aus dem vergangenen Jahr aber nur vier Schnitte möglich, was die Futtermenge deutlich reduziert.

Dabei ist vielerorts der erste Schnitt sehr bescheiden ausgefallen. Die Aufwuchshöhe zu Vegetationsende sollte zwischen fünf und acht Zentimetern liegen, raten Fachleute. Denn hohe Restaufwüchse mit mehr als zehn Zentimeter sind besonders anfällig gegenüber Frost, sodass ausgewinterte Pflanzenbestandteile die noch vitale Narbe nach und nach unter sich ersticken können. Gleichzeitig bildet das abgestorbene Pflanzenmaterial dann Nahrung für Pilzkrankheiten wie Fusarien und Schneeschimmelerreger.

Mit Material von LPD

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