Jährlich landen rund sechs Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihren Einkauf effizient planen.

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Ellen Hartmann | am

Zu gut für die Tonne: So stoppen Sie die Lebensmittelverschwendung

Jedes Jahr landen in deutschen Privathaushalten rund sechs Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Um das zu vermeiden, hier ein paar einfache Tipps und Tricks für Zuhause, für einen effizienten Einkauf und die richtige Lagerung.

Durchschnittlich wirft jeder Bundesbürger und jede Bundesbürgerin im Jahr 75 Kilo Lebensmittel in die Tonne. Rund 44 Prozent davon sind vermeidbare Abfälle, also keine Knochen oder Schalen. Das hat das Thünen-Institut in einer Studie im Jahr 2019 herausgefunden. 

Wichtig: Das richtige Einkaufen

Um zu verhindern, dass zu viele Lebensmittel im Müll landen, sollten Sie bereits beim Einkaufen berücksichtigen, was Sie wann und in welchen Mengen kochen möchten. Am besten schreiben Sie sich einen Einkaufzettel oder eine Notiz ins Smartphone. Oft gibt es auch Apps, mit denen Sie Ihre Einkäufe planen können und die Ihnen dabei helfen, genau das zu kaufen, was Sie benötigen. Sollten Sie sich nicht sicher sein, wann genau Sie die Lebensmittel brauchen, greifen Sie einfach auf gefrorene oder portionierbare Produkte zurück. Zwar sind Lebensmittel in Großverpackungen oft günstiger, doch denken Sie dran: wer die großen Mengen nicht verbraucht, zahlt drauf. 

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Lebensmittel lagern und haltbar machen

Frische Lebensmittel halten sich im Kühlschrank oft mehrere Tage - wenn sie richtig verpackt sind. Achten Sie hier jedoch auch darauf, fass Kühlschränke unterschiedliche Kältezonen haben. So ist es über der unteren Glasplatte am kältesten. Hier können Sie Fleisch, Wurst und Fisch am besten aufbewahren. In der Mitte lagern Sie am besten Käse und Milchprodukte, im oberen Teil zubereitete Speisen. In den Türen können Sie Getränke, Butter und Eier verstauen und das Gemüsefach für die meisten Obst- und Gemüsesorten nutzen. 

Aufschnitt, Fleisch, Käse, Fisch und Gemüse lassen sich zudem bestens in Glas- oder Kunststoffbehältern mit Deckel lagern. So nehmen die Produkte auch keine fremden Gerüche an. Lebensmittel wie Bananen, Kartoffeln oder Tomaten sollten allerdings nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden, sondern an kühlen, dunklen Orten. Achten Sie beim Einkauf auch darauf, eher Brot am Stück zu kaufen. Am Stück hält es länger als Geschnittenes. Frisch hält sich Brot übrigens im Tontopf oder eingewickelt in ein sauberes Baumwoll- oder Leinentuch, wenn Sie es mit der Schnittfläche auf ein Holzbrett legen. 

Ei einfrieren? So klappt's

Haben Sie und Ihre Familie den Sonntagsbraten nicht ganz geschafft? Oder ist noch Gemüse übrig geblieben? Frieren Sie die Reste doch einfach ein. Beim Gemüse sollten Sie nur drauf achten, es vorher klein zu schneiden und in kochendem Wasser kurz zu blanchieren. Übrigens können Sie sogar Eier einfrieren. Ein Ei ohne Schale bleibt im Eisfach bei Minus 18 Grad rund sechs bis zehn Monate frisch. Um zu verhindern, dass das Eigelb geliert sollten Sie etwas Zucker oder Salz dazugeben. Eiweiß hingegen können Sie auch ohne Salz und Zucker einfrieren. Das hält dann bis zu einem Jahr. 

Fleisch lässt sich auch gut einfrieren. Hier gilt die Faustregel: je weniger Fett, desto länger kann es in der Tiefkühltruhe bleiben. Mageres Rindfleisch hält sich demnach knapp ein Jahr, fettes Gänsefleisch jedoch nur bis zu sechs Monate. 

Was ist, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist?

Beim Mindesthaltbarkeitsdatum handelt es sich nicht um ein Verfallsdatum, sondern um eine individuelle Empfehlung der Hersteller. Ist es abgelaufen, muss das Produkt nicht ungenießbar sein und weggeschmissen werden. Vielmehr sind zahlreiche Lebensmittel wie Milch- und Trockenprodukte oder Konserven bei richtiger Lagerung noch weit darüber hinaus essbar. Um zu testen, ob Lebensmittel verdorben sind, hilft meist der Seh- und Riechtest. Riecht es gut und hat sich kein Schimmel gebildet, können Sie das Produkt essen. 

Doch Achtung: bei frisch verpacktem Fisch oder Fleisch handelt es sich auf der Verpackung um ein sogenanntes Verbrauchsdatum. Hieran sollten Sie besser halten, da Sie nach Ablauf des Datums beim Verzehr krank werden könnten. 

Mit Material von NDR
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