Teile frisch gehäckselter Maispflanzen fliegen während der Maisernte zwischen einem Feldhäcksler (rechts) und dem die Pflanzenmasse aufnehmenden Transportgespann durch die Luft. Mais ist die anbaustärkste Ackerkultur Niedersachsens.
Ellen Hartmann | am

Gute bis sehr gute Maisernte erwartet

In Niedersachsen hat die Maisernte in diesem Jahr etwas später begonnen. Dennoch rechnet die Landwirtschaftskammer (LWK) mit guten bis sehr guten Ergebnissen.

Dass die Maisernte in diesem Jahr später als im langjährigen Mittel gestartet ist, liege am deutlich zu kalten Herbst und dem eher durchschnittlichen Sommer, heißt es von der LWK. Gerade im Norden Niedersachsens, in Ostfriesland und den anderen Regionen an der Nordsee, sei die Maisreife zum Häckseln vermutlich erst Mitte Oktober erreicht. 

Rücksicht auf der Straße

Mais ist die anbaustärkste Ackerkultur in Niedersachsen. Das bedeutet gerade jetzt für die Landwirtinnen und Landwirte lange Arbeitstage - und für die Autofahrer viele Schleppergespanne auf Niedersachsens Straßen. Die LWK ruft daher Auto- und besonders Motorradfahrer, dazu auf, vorsichtig und rücksichtsvoll zu fahren. Gerade jetzt sorge die teils niederschlagsreiche Witterung auch dafür, dass die Straßen nicht immer sauber seien. Ganz gleich, wie sehr sich die Landwirte bemühen würden, "es kann immer zu schmierigen und rutschigen Straßen kommen", so die LWK. 

 

LWK geht von guter Ernte aus

Derzeit geht die LWK von einer Maisernte mit guten Erträgen aus. Mit der neuen Ernte sei es den Landwirten wieder möglich, Futterreserven für ihre Tiere aufzubauen. Dies habe in den zurückliegenden Jahren nicht funktioniert, da diese von Mindererträgen geprägt gewesen seien, heißt es weiter. Zudem sei der 2020 leicht ausgedehnte Anbauumfang in diesem Jahr mit rund 628.000 Hektar gleichgeblieben. Die Anbaufläche für Mais entspricht rund einem Fünftel der landwirtschaftlichen Fläche in Niedersachsen. Die Hälfte des Maises, knapp 330.000 Hektar, wird als Silomais an Milchkühe und in der Bullenmast verfüttert. Knapp 220.000 Hektar dienen Biogasanlagen zur Gas-, Strom- und Wärmeerzeugung. 

Überschüssiger Silomaises wird als Körnermais geerntet

Der restliche Mais wird in Jahren mit "normalen klimatischen" Bedingungen als Körnermais mit Mähdreschern geerntet. Dieser Mais wird zur Geflügel- und Schweinefütterung verwendet. Laut LWK sei in Jahren mit guten Maiserträgen damit zu rechnen, dass ein Teil des überschüssigen Silomaises auch als Körnermais geerntet werde. Derzeit seien frühe und mittelfrühe Sorten beinahe überall erntereif. Erntereif sei der Mais, wenn die Pflanzen weitgehend flächendeckend einen Trockenmassegehalt von 32 bis 35 Prozent erreicht hätten. In diesem Stadium gelinge die Konservierung des Futters am besten. Mais ist zusammen mit Grassilage die Hauptfutterquelle für Rinder. Nach Angaben der LWK könnten die Häcksler auch im nördlichen Niedersachsen bald ihre Arbeit aufnehmen. 

Mit Material von LWK
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