Möhren und Kartoffeln auf dem Wochenmarkt
Anne-Maria Revermann | am

Hannover: Coronavirus lässt Nachfrage nach Kartoffeln steigen

Die Corona-Krise hat die Nachfrage nach Kartoffeln in der vergangenen Woche deutlich steigen lassen, vermeldet das Landvolk.

Die Nachfrage nach Kartoffeln ist gestiegen. Das vermeldete das Landvolk unter Berufung auf Anbauer mit Hofladen oder anderen Formen der Direktvermarktung wie etwa Wochenmärkten. Auch in den Abpackbetrieben für den Einzelhandel sei dieser Trend zu beobachten. Eine besonders hohe Nachfrage gebe es bei Biokartoffeln.

Kartoffeln zur Weiterverareitung weniger gefragt

"Die Nachfrage nach Kartoffeln ist bundesweit hoch, aber die Versorgung ist grundsätzlich gesichert", sagte auch der Präsident des Deutschen Bauernverbands (DBV), Joachim Rukwied, der Deutschen Presse-Agentur. Regionale Engpässe würden durch Überschussregionen wie etwa Niedersachsen ausgeglichen.

Schwierig sehe es hingegen für Bauern aus, die Kartoffeln zur Weiterverarbeitung etwa zu Pommes Frites anbauen. Da die Nachfrage vor allem in der Gastronomie durch angeordnete Schließungen einbricht, werden diese Kartoffelsorten kaum noch gekauft. Diese Sorten machen laut dem Verband den größten Teil der angebauten Fläche in Deutschland aus. "Landwirte müssen daher bei ihren Planungen der Anbaufläche Nachjustierungen vornehmen", teilte der DBV mit.

Das könnte Sie auch interessieren