Heidekraut
Janina Schuster | am

Heidekraut: richtig pflanzen und pflegen

Mit dem Herbst vergeht so manche Blütenpracht. Nicht jedoch das Heidekraut. Wir geben Tipps für eine erfolgreiche Bepflanzung mit der farbenfrohen Pflanze aus der Heide.

Das Heidekraut ist prinzipiell eher anspruchslos und leicht zu pflegen. Das macht sie zur optimalen Herbstbepflanzung, wenn es im Garten farblos und trüb wird. Doch welche Sorten sind für den heimischen Garten geeignet und wie findet man den perfekten Standort?

Die Grundvoraussetzungen

Heidekraut mag leicht saure bis saure Böden, die kalkfrei und nährstoffarm sind. Der ideale pH-Wert liegt zwischen vier und fünf. Auf lehmigem Boden hat man nur geringe Chancen, der Heide zu gutem Wachstum zu verhelfen. Sandiger Boden ist da geeigneter. Wer das Heidekraut anpflanzen und den für Heidelandschaften typischen Farbenteppich erzielen möchte, sollte die Pflanzen gruppenweise in den Boden setzen. Denken Sie beim Einpflanzen daran, den einzelnen Gewächsen genug Platz zur Entfaltung zu geben. Um der jungen Heide Energie zu geben, kann man ihr eine kleine Menge Hornspäne dazu geben. 30 Gramm pro Pflanze sollten genügen. Das Heidekraut benötigt viel Sonne, sodass ein Standort in Südlage ideal ist. Trockenheit kann die Heide nicht besonders gut ab, weshalb bei langanhaltend ausbleibendem Regen gewässert werden sollte. Achten Sie möglichst auf kalkfreies Regenwasser. Das Heidekraut wird am Besten zwischen März und Mai oder im September und Oktober in die Erde gebracht.

Welches Heidekraut eignet sich für mich?

Die Heidepflanze unterscheidet sich in zwei Hauptsorten: die Besenheide (Calluna vulgaris) ist typisch für Heidelandschaften, die verschiedenen Erika-Arten haben glockenförmige Blüten. Geschickt miteinander kombiniert können sie das ganze Jahr hindurch für eine blühende Heidelandschaft sorgen. Ab Juli blüht die Glocken- oder Moorheide, eine Sorte der Erika-Art. Sie hat auffällige Blüten und bevorzugt feuchtere Böden. Sie gilt zudem als winterhart. Strengen Frost verträgt sie jedoch, wie alle anderen Erika-Arten, nicht. Von August bis November blüht dann die Besenheide.

Knospenheide übersteht den Winter gut, Schneeheide mag es milde

Die Knospenheide ist eine besondere Form der Besenheide. Die Entwicklung ihrer Blüten bleibt im Knospenstadium stehen. Das bedeutet, dass sie nicht aufblüht und somit auch nicht verblühen kann, was sie auch im Winter noch zu einem farbenfrohen Blickfang macht. Bis zu Minus zehn Grad kann sie vertragen. Knospenheide gibt es in allen klassischen Heidefarben. Mit der immergrünen Schneeheide kommt man ebenfalls gut über den milden Winter. Die Hauptblütezeit findet von Dezember bis April statt, die Blüten sind weiß, rot oder rosa. Die Schneeheide kommt mit Trockenheit nicht gut zurecht.

Die Baumheide

Mit etwas Aufwand kann man auf die hochwachsende Baumheide über den Winter bringen. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und ist eher mildere Temperaturen gewöhnt. Wer sie anpflanzen möchte, schützt sie im Winter mit Reisig und einem Vlies. Letzteres dient als Sonnenschutz und sollte die Pflanze komplett umwickeln. Ohne diesen Schutz würde die Pflanze vertrocknen, wenn der gefrorene Boden nicht mehr viel hergibt. Ihre weißen Blüten zeigen sich von Februar bis Juli.

Muss man Heidekraut beschneiden?

In der Heide sorgen Heidschnucken für den regelmäßigen Rückschnitt des Heidekrauts. Gartenbesitzer hingegen müssen selber zur Schere greifen. Verblühte Triebe kappt man im Frühjahr. Die Schneeheide bildet da eine Ausnahme. Sie benötigt nur alle paar Jahre einen Rückschnitt. Man kann sich an folgender Faustregel orientieren: schwach Wachsendes kaum, üppig Wachsendes stark zurückschneiden.

Mit Material von ndr
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