Julia Klöckner bei einem Pressetermin im Wald.
Ellen Hartmann | am

Julia Klöcker besorgt über Waldzustände

Dürrejahre, Borkenkäferbefall und Waldbrände: Die deutschen Wälder haben in den letzten Jahren stark gelitten. Das verdeutlicht die Waldzustandserhebung 2020, die Bundesagrarministerin Julia Klöckner jetzt vorgestellt hat.

"Der Kronenzustand ist wie ein Fieberthermometer – er zeigt an, wie es den Bäumen geht", so Julia Klöckner. "Die Waldzustandserhebung zeigt: Unsere Wälder sind krank. Wer im Wald unterwegs ist, der sieht die massiven Schäden, die Bilder großflächig abgestorbener Wälder haben sich bei vielen eingebrannt."

1,5 Milliarden Euro Unterstützung

Um den deutschen Wäldern zu helfen, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das größte Unterstützungsprogramm der Geschichte mit 1,5 Milliarden Euro ins Leben gerufen. Mit diesem Geld sollen Waldbesitzer und Forstwirte unterstützt, neue standortangepasste Bäume gepflanzt und die Wälder besser an den Klimawandel angepasst werden.

In der Bundesrepublik müssen rund 277.000 Hektar neu bewaldet werden (Stichtag 31. Dezember 2020). Jedoch sei hier, so Klöckner, ein positiver Trend erkennbar. Innerhalb von sechs Monaten sei die Schadfläche nämlich um 8.000 Hektar zurückgegangen. Zum Stichtag am 30. Juni 2020 waren es noch 285.000 Hektar. Die Gesamtmenge des Schadholzes betrage derzeit 171 Millionen Kubikmeter.

Wofür wird das Geld eingesetzt?

Das Konjunkturpaket des Bundes sieht für Wald und Holz 700 Millionen Euro Bundesmittel vor, wovon rund 500 Millionen in die Bundeswaldprämie fließen sollen. Mit diesem Projekt wolle das BMEL Kommunal- und Privatwälder schnell fördern, da viele Forstbetriebe finanziellen Problemen ausgesetzt seien. Die weiteren 200 Millionen Euro sollen für das Investitionsprogramm Wald sowie zwei Programme im Bereich Holz aufgewendet werden.

Niedersachsens Landesforsten wollen Waldbrände verhindern

Vor Beginn der Waldbrand-Saison aktualisieren die Niedersächsischen Landesforsten ihr Automatisiertes Früherkennungs-System (AWFS). Ein neuer Server und ein neuer Rechner sollen laut eines Sprechers für eine schnellere Auswertung sorgen. Dabei überwacht werden die Landkreise Lüneburg, Heidekreis, Uelzen, Lüchow-Dannenberg, Celle und Gifhorn. 

Mit Material von BMEL, dpa
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