Hohe Spargelpreise - Spargel auf einem Marktstand
Christel Grommel | am

Kaltes Wetter verteuert Spargel

Das kühle Wetter im Frühjahr sorgt dafür, dass die Spargelkäufer tiefer in die Tasche greifen müssen. Denn in der ersten Saisonhälfte blieben die Erträge hinter den Vorjahren zurück.

Man sei gefühlt in der fünften Kältewelle - das sei nicht mehr aufzuholen, so Fred Eickhorst von der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer aus Niedersachsen.

Die Saison, die noch bis zum "Spargelsilvester" am 24. Juni geht, ist durch die Kälte später gestartet. Jetzt ist Halbzeit in der Saison, und der geringe Ertrag erhöht die Preise. Rund 12 bis 14 Euro müssten Kunden im Moment für ein Kilo Spargel zweiter Klasse bezahlen. Das ist die Qualität, die man im Supermarkt bekommt. Der gute "Sonntagsspargel" koste ein bis drei Euro mehr je Kilo. 

Die Spargelbauer sind trotzdem zufrieden. Sie schätzen die bisherige Saison als durchwachsen bis gut ein. "Die Menge ist nicht so, wie wir sie uns wünschen, aber die Preise haben das an der ein oder anderen Stelle kompensiert", sagt Eickhoff. 

Nach Angaben des Verbands Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 117.563 Tonnen Spargel geerntet - weniger als in den vier Jahren zuvor. Die Zahl der Spargel-Betriebe sinkt seit Jahren, auf 1598 im vergangenen Jahr. Insgesamt wurde im Jahr 2020 Spargel auf fast 25.900 Hektar in der Bundesrepublik angebaut.

Erdbeeren lassen auf sich warten

Auch auf die Erdbeeren hat das kalte Wetter Einfluss gehabt. 

Die Ernte von Erdbeeren im Freiland wird wegen des kalten und regnerischen Wetters auf niedersächsischen Feldern erst in ein paar Wochen losgehen. Frühestens im Juni werde seiner Ansicht nach die Freilandernte starten, so Eickhorst. "Im Mai auf keinen Fall." 

Derzeit sei relativ wenig Ware aus Niedersachsen auf dem Markt, sagte Eickhorst. Diese komme nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) vor allem aus Gewächshäusern. 

Laut Statistischem Landesamt bauten im vergangenen Jahr in Niedersachsen 258 Betriebe auf 3.285 Hektar Erdbeeren im Freiland an. Im Jahr 2019 waren es noch 274 Betriebe. Die Anbaufläche unter Schutzabdeckung wuchs im Vergleich zu 2019 von 156 Hektar auf 165 Hektar. Im Freiland ernteten die Betriebe im vergangenen Jahr 30.300 Tonnen Erdbeeren. Im geschützten Anbau wurden 3.800 Tonnen geerntet.

Mit Material von dpa

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