Weinreben
Anne-Maria Revermann | am

Klöckner will den heimischen Weinbau nach vorne bringen

Winzer und Wein-Liebhaber sollen sich mithilfe eines neuen Gesetzes besser orientieren können. Auch das Marketing für Wein sei zu verbessern - dafür sollen Mittel vom BMEL zur Verfügung gestellt werden.

Verbraucher sollen auf Weinflaschen aus Deutschland künftig genauere geografische Angaben finden. Damit sollen die Vermarktungschancen für deutsche Winzer verbessert werden.

Außerdem sollen Neuanpflanzungen von Weinreben mit dem geänderten Weingesetz und einer zugehörigen Verordnung auf 0,3 Prozent begrenzt werden.
Das bedeutet konkret: Etwa 300 Hektar Reben pro Jahr dürfen bis 2023 dazukommen. Das sei im Interesse aller Winzer, kommentiert Julia Klöckner.

Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch (19. August) die entsprechende Reform des Weingesetzes umgesetzt.

Marketing für heimischen Wein ankurbeln

Zudem solle das nationale Marketing für Wein verbessert werden. Eine stärkere Herkunfts-Profilierung deutscher Weine müsse her. Selbst die heimische Nachfrage sei eher rückläufig. Frankreich oder Italien unternähmen da bereits enorme Anstrengungen, so Julia Klöckner, die selbst auf einem Weingut aufgewachsen ist. Deutschland lege jetzt nach.

Von 500.000 Euro würden die Mittel für die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung auf zwei Millionen Euro aufgestockt. Dazu kämen 37 Millionen Euro für die Bundesländer aus einem EU-Topf, die bisher nicht von allen Ländern genutzt worden sein.

Kennzeichnung der Weinflaschen

Für Wein soll es künftig außerdem eine sogenannte "Herkunfts-Pyramide" als Kennzeichnung auf den Weinflaschen geben. Für Verbraucher soll so ersichtlich werden, aus welchem Herkunftsland der Wein stammt, aus welcher Region er kommt und an welchem konkreten Ort - bis zur genauen Lage auf dem Weinberg - die Reben gewachsen sind.

Dies solle dem Grundsatz folgen: Je kleiner die Herkunft, desto höher die Anforderung und damit die Qualität, erklärt Klöckner.

Mit Material von dpa

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